Institutionelle Pensionseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, ambitionierte Renditeziele, zunehmende Komplexität und Kostensenkungen miteinander zu vereinbaren. Multi-Manager-Modelle entwickeln sich dadurch oftmals zu einer strukturellen Herausforderung. Systematische, benchmarknahe Multi-Faktor-Strategien können helfen, wie Georg Elsaesser und Albrecht Bassewitz darlegen.
Was vielen Pensionseinrichtungen zu schaffen macht, sind nicht Managerauswahl oder fehlende Anlageideen, sondern eher komplexe Umsetzungen. Organisch gewachsene Mandatsstrukturen haben vielfach eine vielschichtige Steuerungs- und Überwachungsarchitektur hervorgebracht.
Das hat gravierende Folgen. Zum einen sinkt die Transparenz: Je mehr Manager, Strategien und Gebührenstrukturen involviert sind, desto schwieriger wird der Überblick über tatsächliche Risiko- und Renditetreiber. Neben Managementgebühren entstehen zusätzliche Kosten für Governance, Berichterstattung, Handel und operative Koordination.

Besonders problematisch wird es, wenn sich aktive Positionierungen einzelner Manager gegenseitig neutralisieren und trotz erheblicher Kosten für aktives Investmentmanagement letztlich ein benchmarkähnliches Portfolio entsteht.
Eine naheliegende Lösung lautet Konsolidierung. Sie hilft, unnötigen Doppelaufwand zu vermeiden, die Kaufkraft zu steigern, Skaleneffekte zu nutzen, Governance-Strukturen zu skalieren und letztlich bessere Anlageergebnisse zu erzielen. Das Kernproblem lässt sich durch Konsolidierung allein jedoch nicht lösen, solange die Umsetzung weiterhin über zahlreiche aktive Mandate mit vielfältigen Überschneidungen erfolgt. Eine größere Struktur kann immer noch teuer, schwer zu überwachen und wenig differenziert sein.
Damit Konsolidierung tatsächlich zu besseren Anlageergebnissen führt, benötigen Investoren ein Umsetzungsmodell, das Gesamtportfolios transparenter, einfacher zu steuern und kontrollierbarer macht – mit weniger variablen Komponenten, effizienterem Risikomanagement sowie gezielten Engagements in langfristig attraktiven Renditefaktoren.
Größe und Systematik
Eine Lösung im Aktienbereich sind systematische, benchmarknahe Multi-Faktor-Strategien. Sie verbinden gezielte Exposures in langfristigen Renditetreibern mit kontrolliertem aktiven Risiko (Tracking Error), hoher Diversifikation und Skalierbarkeit, transparenten, regelbasierten Investmentprozessen und kosteneffizienter Umsetzung.
Systematisches Investieren basiert auf der Erkenntnis, dass strukturelle Faktoren konsistente Überrenditen ermöglichen und emotionale Entscheidungen den Anlageerfolg beeinträchtigen können. Es stellt auf bestimmte Merkmale von Wertpapieren ab, die den wesentlichen Teil des Risikos und der Rendite von Portfolios erklären können: die sogenannten Faktoren – zum Beispiel Bewertung, Qualität oder Momentum. Potenziell nicht vergütete Risiken wie das einzeltitelspezifische Risiko werden weitgehend neutralisiert. Auf der Grundlage disziplinierter Analysen großer Datenmengen werden robuste, risikokontrollierte Portfolios konstruiert, die sich unter unterschiedlichen Marktbedingungen behaupten können.
„Statt vieler überlappender Mandate entsteht ein integriertes Gesamtportfolio mit klar definierten Rendite- und Risikozielen.“
Der wesentliche Vorteil liegt in der Kombination aus Kontrolle und Transparenz: klare Risikobudgets, präzise Attributionen, geringere Kosten und skalierbare Umsetzung. Statt vieler überlappender Mandate entsteht ein integriertes Gesamtportfolio mit klar definierten Rendite- und Risikozielen.
Systematische Multi-Faktor-Strategien sind vielseitig einsetzbar – in Publikumsfonds, Spezialfondsmandaten, aktiven ETFs oder Indexstrukturen. Diese Flexibilität stellt sicher, dass Lösungen den spezifischen Anlagezielen und operativen Anforderungen des jeweiligen Anlegers entsprechen.
Strukturelle Faktoren vs. Manager-Alpha
Eine Studie, die zum Aufstieg faktorbasierter Anlagestrategien beigetragen hat, ist die wegweisende Portfolioanalyse des norwegischen Staatsfonds GPFG. Sie zeigte, dass sich die beobachteten Überrenditen zu einem wesentlichen Teil durch systematische Risiko- oder Renditefaktoren erklären ließen.
Die Praxis stellt sich dagegen oftmals dar wie im folgenden Beispiel. Ein mehrjähriger Performancevergleich zwischen dem globalen Aktienportfolio eines öffentlichen Pensionsfonds und dem MSCI World verdeutlicht die duale Problematik des Multi-Manager-Modells in Verbindung mit fehlender Berücksichtigung systematischer Faktorexposures exemplarisch (s. Abb. u.).
Wie die Analyse des aggregierten globalen Aktienportfolios aus mehreren aktiven Managern zeigt, stimmt dessen Faktorprofil weitgehend mit dem des MSCI World überein. Das aggregierte Portfolio besteht hauptsächlich aus Einzeltitelrisiko, viele Positionen neutralisieren sich, positive Faktorbeiträge zur aktiven Rendite können nicht realisiert werden. Die bewusst eingegangenen aktiven Positionen in einzelnen Anlagestrategien führten im Aggregat nicht zu positiven Anlageergebnissen, da sich die aktiven Positionen auf Ebene des Gesamtportfolios weitgehend aufhoben. Das Risiko-Rendite-Profil blieb dem des Vergleichsindex sehr ähnlich, trotz aktiver Positionierungen auf Einzelportfolioebene (hoher Active Share) lag die Nettorendite letztlich leicht hinter der Benchmark.
Quelle: Invesco. Grafik zur Volldarstellung anklicken.
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Fazit: Mehr Effizienz in der Kapitalanlage
Die Erkenntnisse großer Asset Owner zeigen: Nicht Größe an sich ist ein Erfolgsfaktor – sondern die Fähigkeit, sie effizient zu nutzen. Genau darauf sind systematische Multi-Faktor-Strategien ausgelegt. Für Pensionseinrichtungen sind sie nicht nur aufgrund ihrer geringeren Gesamtgebühren attraktiv. Als Grundlage für integriertes Gesamtportfoliomanagement können systematische benchmarknahe Strategien die Effizienz der Kapitalanlage erhöhen. Sie ermöglichen strukturierte Allokationen, reduzieren Überschneidungen zwischen Investmentmanagement-Mandaten, fördern eine effiziente Nutzung von Risikobudgets und stellen anhaltend breite Marktpartizipation sicher. Dabei bieten sie gute Voraussetzungen für langfristige Outperformance.
Das Invesco Quantitative Strategies (IQS)-Team nutzt modernste Technologien und datengestützte Erkenntnisse, um strukturelle Anlagechancen für Investoren zu identifizieren und kontrollierte systematische Aktienlösungen entwickeln. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und tiefgehenden Research-Kapazitäten setzt das Team auf innovative Portfoliokonstruktion und Multi-Faktor-Strategien. Mit mehr als 50 Investmentexperten verwaltet das IQS-Team ein Vermögen von über 50 Mrd. US-Dollar. Erfahren Sie mehr über die systematischen Aktienstrategien von Invesco.
Georg Elsaesser ist Senior Portfolio Manager Invesco Quantitative Strategies.
Albrecht Bassewitz ist Head of Institutional Clients, Deutschland, Germany, Invesco.
Kontakt:
Albrecht Bassewitz
Head of Institutional Clients, Deutschland
Tel: +49 69 29807 176
Email: Albrecht.Bassewitz@invesco.com
Internet: www.de.invesco.com
Advertorial mit freundlicher Unterstützung von:
Von Autorinnen und Autoren der Invesco erschienen zwischenzeitlich bereits auf PENSIONS●/ALTERNATIVES●INDUSTRIES:
Die Multi-Manager-Herausforderung: Strategische Partnerschaft von People’s Pension und Invesco: Der europäische Upper Middle Market: Asiens Immobilienmärkte: Whole Loans: Von der Vor- in die Hauptrunde: Globale Anleiheallokation im Schatten von Geopolitik und Zinsvola: Chancen trotz Unsicherheiten: Innovative Ideen für ein strategisches Liquiditätsportfolio: Ist das noch Indexing? Quo vadis, Munis: Senior Secured Loans: Schwellenländer ja. Real Estate Debt? Immobilien zwischen steigenden Zinsen und attraktiven Bewertungen. Potenzial für attraktive regelmäßige Erträge und für Wertzuwachs in einem Umfeld längerfristig höherer Zinsen: European Living – oder … Ein guter Immobilien-Jahrgang, und … Mit Direct Lending im US Core Middle Market ... Anleihen 2023: Faktoranlagen für Unternehmensanleihen: Global Real Estate: ‚Alternatives‘ als Baustein für zukunftsorientierte Portfolios Senior Secured Loans: Direct Lending und ESG: Mit Alternativen Anlagen … Sinnvolle Ergänzung zur Diversifikation: Das Büro ist tot. Stabilität und Wachstum Am Wachstumspotenzial der Emerging Markets partizipieren Pensions & Assets:
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Wesentliche Risiken
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Quelle: Invesco, Stand der Daten: 26. Mai 2026, sofern nicht anders angegeben.
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