Die deutschen Versicherungsmathematiker haben gestern Stellung bezogen zu den ASK-Vorschlägen, welche die Politik bekanntlich umzusetzen angekündigt hat. Neben grundsätzlicher Zustimmung weiss man sehr konkret, was zum Erfolg nötig wäre.
Neben anderen Stakeholdern haben nun auch die beiden Vorsitzenden der DAV und des IVS, Susanna Adelhardt und Stefan Oecking, gestern in einer gemeinsamen Stellungnahme die Haltung ihrer beiden Einrichtungen zu den Vorschlägen der Alterssicherungskommission kommuniziert. Hier nur die Kernaussagen gerafft:
Allgemeine Zustimmung, konkrete Notwendigkeiten
Zunächst äußern DAV und IVS ihre grundsätzliche Zustimmung zu den ASK-Empfehlungen: Die 70%-Nettoersatzrate über alle drei Säulen sei ein bedeutender Schritt mit klarem Versorgungsziel, der Sozialpartnerdialog zur bAV-Stärkung positiv. Und die Kapitalrente sieht man als sinnvolle ergänzende kapitalgedeckte Komponente innerhalb der gRV.

Soviel zur Zustimmung, dann wird dargelegt, was man zum Erfolg konkret für nötig hält (hier im Stakkato), und das ist nicht wenig:
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70% kann nur Mindestniveau sein, außerdem Forderung nach Konkretisierung des Beitrags von gRV, bAV, pAV hierzu.
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Voraussetzung für langfristig stabiles Drei-Säulen-System: verlässliche und einheitliche Datenbasis mit realistischen Annahmen.
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bAV-Ausbau darf nicht auf SPM verengt werden.
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Einfache, umsetzbare Lösungen für KMU, die auch ohne Sozialpartner funktionieren.
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Für Arbeitgeber keine zusätzlichen Pflichten neben der Beitragszahlung.
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Offenheit für alle DFW und bAV-Modelle sowie für nicht-tarifgebundene Unternehmen.
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Verlässliche Rahmenbedingungen, Wirtschaftswachstum und Produktivitätssteigerungen wichtige Voraussetzung für weiteren Ausbau der bAV.
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Zur gRV-Kapitalrente: muss langfristig-renditeorientiert und mit kollektiver Risikoteilung in Anspar- und Rentenphase ausgestaltet sein.
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Zu konkretisieren, wie aus dem angesparten Kapital lebenslange Rente wird.
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Hoher administrativer und technischer Aufwand durch neue Einzelkontenführung, daher Nutzung bestehender Systeme aus bAV und privater Altersvorsorge als effiziente Alternative erwägen.

Das DAV/IVS-Statement findet sich hier. Außerdem kündigen DAV und IVS neben einem ausführlicheren Positionspapier an, das Gesetzgebungsverfahren mit fachlicher Expertise zu begleiten.

























