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Das Forum für das institutionelle deutsche Pensionswesen

Das Parkett in Bewegung (XLI):

Kontinuität Zwischen Bonn und Frankfurt

Ein auf Pensionsinvestoren spezialisierter Asset Manager setzt bei der etwas überraschend schnell nötig gewordenen Neubesetzung seiner Deutschland-Spitze auf eine interne Lösung. Und ein deutscher Aufseher hat – erneut – ein Auge auf die europäische Aufsicht.

Nach dem in Kürze anstehenden Wachwechsel bei der Berliner Metallrente hat LEITERbAV erneut Bewegung auf dem Pensionsparkett zu vermelden.

Aufsicht: Kontinuität zum ersten

Frank Grund, BaFin. Foto: Frank Beer.

Frank Grund, BaFin-Exekutivdirektor für Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht, ist gestern erneut in das Management Board (Verwaltungsrat) der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) gewählt worden. Bereits von Dezember 2015 bis November 2020 war Grund Mitglied des Verwaltungsrates. Aus deutscher Sicht liegt damit eine begrüßenswerte Kontinuität in dem Gremium der bekanntlich äußert ambitioniert zu Werke gehenden Behörde vor (und deren Verantwortung im Bereich Solvency II ggf. künftig weiter steigen könnte, wie die FAZ hier berichtet).

Der Verwaltungsrat besteht aus der EIOPA-Vorsitzenden, seit Juni also Petra Hielkema, und sechs weiteren Mitgliedern als Vertretern der nationalen Aufsichtsbehörden, Amtszeit zweieinhalb Jahre. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.

Der Verwaltungsrat von EIOPA hat zu gewährleisten, dass die Behörde ihren Auftrag ausführt und ihre Aufgaben wahrnimmt. Dazu schlägt er dem Board of Supervisors u.a. das Jahresprogramm sowie das mehrjährige Arbeitsprogramm vor. Der Verwaltungsrat ist darüber hinaus für administrative Aufgaben zuständig, etwa für Haushaltsfragen und die Personalplanung.

Assets: Kontinuität zum zweiten

Wolfgang Murmann, Insight Investment.

Wolfgang Murmann heißt seit Ende Juli der neue Head of Distribution and Solutions von Insight Investment für Deutschland und Österreich.

Murmann leitet die regionalen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens vom Frankfurter Insight-Büro aus. Der 42ährige Ökonom ist schon viele Jahre bei Insight, nur unterbrochen von einem zwischenzeitlichen Engagement bei SCOR, und verfügt bereits über rund 20 Jahre Branchenerfahrung in Investment Banking, Asset Management und Rückversicherung.

Hintergrund ist, dass Gottfried Hörich, Murmanns kurzeitiger Vorgänger im Amt und seinerzeit Nachfolger des langjährigen Deutschland-Chefs der Insight, Olaf John (heute bei Mercer), jüngst nach nur wenigen Monaten zu Principal Global Investors wechselte, wie zwischenzeitlich die Portfolio Institutionell bereits vermeldet hat. Mit Murmann setzt Insight nun offenbar auf Kontiniität.

Insight Investment als ein auf institutionelle Anleger spezialisierter globaler Asset- und Risikomanager verwaltet ein Klientenvermögen von über 800 Mrd. Euro (Stand 30. Juni 2020) in Fixed Income, in Risikomanagementstrategien einschließlich LDI, in Absolute-Return- und Multi-Asset-Strategien sowie im Währungsrisikomanagement.

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

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