Das Forum für das institutionelle deutsche Pensionswesen


Die kommentierte Presseschau zur bAV:

Kassandra Freedom Fighter

Unregelmäßig freitags bringt PENSIONSINDUSTRIES eine kommentierte Presseschau zu bAV. Heute: Egal, wo man hinblickt, immer mehr Zeichen stehen auf Obligatorium – bis hin zu Investmentvorgaben. Die Arbeitgeber zwingen, die Arbeitnehmer zwingen, die EbAV zwingen – den einen fällt nicht mehr ein, die anderen bringen sich schon mal in Stellung. Von Plänen und Punkten, von Stuttgart 21, 31 und 41, und wer sich schon auf ein gigantisches Free Lunch freuen kann.

DIA/Zurich (10. Juni): „Stärkung der bAV – Reformansätze für die Alterssicherung in Deutschland.“

Das DIA und die Zurich fordern angesichts der demographischen Überdehnung der deutschen Vorsorgesysteme sowie Bundeszuschüssen von mittlerweile 130 Mrd. Euro p.a. zur gRV in einem gemeinsamen Positionspapier eine Stärkung der bAV, konkret diese deutlich stärker in die Reformüberlegungen einzubeziehen, denn „sie kann nicht nur zusätzliche Alterseinkommen aufbauen, sondern grundsätzlich auch Risiken wie Invalidität und Hinterbliebenenschutz absichern“.

Björn Bohnhoff, Zurich, und Peter Schwark, DIA.

DIAs Peter Schwark und Zurichs Björn Bohnhoff haben hierzu – inspiriert von erfolgreichen Strukturen in anderen Ländern – einen Neun-Punkte-Plan zur Stärkung der zweiten Säule, v.a. mit Blick auf KMU, vorgelegt – rund um zentrale Handlungsfelder von Anreizsystemen und Auto Enrolment über Geringverdiener bis hin zu Vereinfachung, Haftung, Portabilität und Gruppenlösungen. Im Einzelnen:

1.: Anreizsysteme. Kein Obligatorium, sondern gestuftes Bonus-Malus-Modell. Unternehmen, die früh bAV-Systeme einführen, könnten gezielt gefördert werden. Wer sich dauerhaft entzieht, müsste dagegen perspektivisch mit Nachteilen oder zusätzlichem Transparenzdruck rechnen.

2.: Klarer gesetzlicher Rahmen für Opt out.

3.: Bessere Einbindung von Geringverdienern. Bisher laufen steuerliche Anreize ins Leere, und die Sparfähigkeit ist begrenzt. Besser: stärker gefördertes Mischmodell, bei dem Beiträge von AG, AN und Staat kombiniert werden.

4.: Reduzierung rechtlicher Unsicherheiten, insb. bei Haftungsfragen, u.a. Absenkung des Garantieniveaus in bestimmten Zusageformen.

5.: Admin-Vereinfachung, gerade für KMU: langfristig eine zentrale digitale Infrastruktur, über die AG und AN ihre bAV standardisiert verwalten können. Alternativ zumindest Melde- und Abstimmungsprozesse deutlich vereinfachen.

6.: Verbesserungen bei der Portabilität: rechtliche Klarstellungen, standardisierte Verfahren.

7.: Stärkung von Gruppenlösungen für biometrische Risiken bei Invalidität und Tod.

8. und 9.: Mehr Transparenz, bessere Information und stärkere Finanzbildung für die Berechtigten zur klareren Wahrnehmung ihrer bAV.

Nun, was soll man dazu sagen? Natürlich haben die Autoren mit allem recht. Das allermeiste, was sie vorschlagen, würde noch nicht mal Steuergeld kosten. Und selbst wenn: Bekanntlich ist jeder Euro, der in die zweite Säule investiert wird, angesichts des dort integrierenden Zusammenwirkens der vier Akteure AG, AM, Staat und Kapital bestens investiert.

Good Governance gibt es ganz umsonst.“

Vieles von dem, was Schwark und Bohnhoff fordern, kann man unter dem auf dieser Plattform oft gepredigten Term „Good Governance“ subsumieren, bekanntlich die Turbo-Förderung der bAV, die es für den Staat ganz umsonst gibt (bzw. gäbe).

Ehrlich: Nicht, dass es in der Gesetzgebung der deutschen bAV in den letzten Jahren keine substanziellen Fortschritte gegeben hätte. Die gab es sehr wohl. Und taktische Erfolge zeigen sich ja durchaus, erst diese Woche wieder. Doch betrachtet man sich die Zeithorizonte, kann man Angst kriegen. Der Pensionsfonds ist 2002 eingeführt worden, und selbst nach einem knappen Vierteljahrhundert ist die Regulierung noch längst nicht da, wo sie hingehört. Und zur Erinnerung: In zwei Jahren ist die Einführung des Sozialpartnermodells ein Jahrzehnt her.

Seit 2002 entfesselt im Trippelschritt“

Weiterer Beleg: Diejenigen, welche die Lasten der bAV zuvorderst zu tragen haben, nämlich die deutsche Industrie, sehen sich veranlasst, über die aba kund zu tun, dass während der Reform während der nächsten Reform ist – schlicht weil vieles, was hätte geschehen können und müssen, nicht geschehen ist. Entfesselt im Trippelschritt“ schrieb der HG dieser Plattform über die deutsche Regulierung am Beispiel des Pensionsfonds. Das war noch in der dpn, und das im Jahre 2008, fast 20 Jahre her. Nicht zu fassen ist das – weder mit Blick auf das eigene Altern noch bezüglich des Reformtempos der deutschen bAV. Da sind wir schon beim nächsten Punkt:

Das ist also alles nicht neu. Das Positionspapier von Schwark und Bohnhoff kann man wie gesagt unterstützen. Freilich, es ist ja nicht so, als hätten wir auf dem Parkett ein Erkenntnisproblem, im Gegenteil. Das Papier reiht sich ein in die lange Liste an Reformvorschlägen, wie sie naturgemäß vor allen Dingen von der aba, aber auch zahlreichen anderen Stakeholdern zu jeder offenen Pensions-Baustelle kontinuierlich vorgelegt wurden und werden.

Eine solche Unwilligkeit gibt es nicht.“

Ergebnis im Sommer des Jahres 2026: Wir sind nur noch wenige Schritte entfernt von der ultimativen Kapitulationserklärung der deutschen bAV, nämlich von dem Obligatorium. Der HG ist seit knapp zwei Jahrzehnten auf diesem Parkett als selbsternannter Journalist unterwegs. Eines kann er mit Blick auf die insuffiziente Durchdringung versichern: An einer generellen Unwilligkeit der Arbeitgeber, sich in der Vorsorge ihrer Mitarbeiter zu engagieren, liegt es jedenfalls nicht. Denn eine solche Unwilligkeit gibt es nicht.

Sehen Sie sich vor! Foto: Baz.

Und nochmal zur kostenlosen Good Governance: Mit der Umsetzung der ETRL und der Reform der EbAV-RL stehen zwei regulatorische Hämmer auf der Agenda, die bestens geeignet sind, auch den letzten gutwilligen Arbeitgeber darüber nachdenken zu lassen, wie er aus der Nummer bAV herauskommt bzw. gar nicht erst hinein. Kurzer Wink an die deutsche Politik: In Brüssel einfach mal NJET zu sagen, kostet gar nichts, muss man nur Cojones haben.

Und: Alles, was in der ETRL kompliziert ist, wird in der bAV angesichts der jahrzehntelangen Laufzeiten und der hochkomplexen Regulatorik noch mal komplizierter hoch drei – und das gern rückwirkend. Gerade angesichts der darbenden Altersvorsorgesysteme in ganz EUropa hätte man in die ETRL ohne weiteres Sonderregeln aufnehmen können, welche die Arbeitgeber konsequent vor unzumutbarer rückwirkender Belastung in ihren Pension Schemes schützen. Kann man machen. Hat man aber nicht.

… dass auch den Einfältigsten dämmert, wo die Reise hingeht.“

Doch natürlich geht der Blick über die bAV hinaus, das schreiben auch die beiden Autoren des o.a. Positionspapiers. Hier muss ein altes kassandrisches Axiom wiederholt werden, dass universell gilt, auf dem ganzen Planeten, und das für Deutschland nichts Gutes verheißt:

Es wird KEINEM (!) Industrieland auf dem Planeten gelingen (von den anderen ganz zu schweigen), unter dem fast überall auf der Welt mehr oder weniger gleichförmig herrschenden demographischen Druck sein Altersvorsorgesystem nachhaltig aufzustellen, wenn es nicht währenddessen wirtschaftlich prosperiert. Eine wachsende, gut aufgestellte, florierende Volkswirtschaft ist essenziell für ein nachhaltiges Altersvorsorgesystem. Es gilt umgekehrt: kein ökonomischer Erfolg = keine sorglose Altersvorsorge. So und nicht anders lautet die einfache Basisgleichung.

Und hier ist Deutschland – Einzelheiten müssen hier kaum erläutert werden – so dermaßen auf der Rolltreppe abwärts, dass wohl mittlerweile auch den Einfältigsten im Lande dämmert, wo die Reise hingeht.

FAZ (9. Juni): „Werden Betriebsrenten zur Pflicht?“

Eben hatten wir das Thema Obligatorium schon angerissen. Hier geht es weiter: Der DGB und im Schlepptau der BMF sprechen sich für ein bAV-Obligatorium aus. Wie gesagt, für Kassandra die ultimative Kapitulationserklärung des deutschen Pensionswesen, und untrennbar mit der Gleichung verbunden Pay and forget = Race to the Bottom, jüngst erst hier ausführlich dargelegt.

Kassandra führt die rote Fahne.

Aber: Hier scheint sich ein bedauerlicher Trend zu etablieren. Und an dem Tag, an dem der DGB als Option zum Obligatorium die Möglichkeit von gRV-Zusatzbeiträgen in die Debatte bringt, wird es für die Arbeitgeber verführerisch, sich dem anzuschließen. Und dann wird die Sache politisch durchgehen wie durch Butter.

GDV (10. Juni): „Entscheidend ist, dass die Arbeitgeber nicht überlastet werden.“

Obligatorium zum Dritten: Die Überschrift, die der GDV hier gewählt hat, klingt gut und trifft an sich den Nagel auf den Kopf. Ganz grundsätzlich: Ohne einen für die Sache gewonnenen Arbeitgeber geht in der bAV in der Tat nichts, auch das ein altes Axiom.

… wäre es für die Versicherer doch das gesetzlich normierte Free Lunch schlechthin.“

Aber: Den Text genau lesen! „Die Grenze der Freiwilligkeit ist … faktisch erreicht“, heißt es dort. Man beachte: Der GDV, der sich so rührend um die Arbeitgeber sorgt, bringt die Assekuranz vorsichtig für ein Obligatorium in Stellung – kein Wunder, wäre es für die Versicherer doch das gesetzlich normierte Free Lunch schlechthin.

Damian Boeselager auf Linked-in (10. Juni): „A 2% pension fund allocation. €50 billion for European innovation.

Und hier Obligatorium zum Vierten, hier in anderer Form: Damian Boeselager ist ein Politiker von einer Splitterpartei namens Volt (in deutschen Umfragen zw. 1 und 3%), hierdurch MdEP und ohne zuvor jemals im Pensionswesen aufgefallen zu sein nun ausgerechnet der EP-Berichterstatter zur EbAV-RL. Auch ihm fällt in Sachen Pensions offenbar v.a. Zwang ein, jedenfalls postete er vorgestern auf Social Media:

A 2% venture capital investment requirement for the approximately 280 European pension funds with more than €1 billion in assets. The result: around €50 billion in new long-term capital for European founders, scale-ups and innovation.“

Also: mittelgroße und große EbAV zwingen, immerhin 2% ihrer Assets (entsprechend ungefähr einer hälftigen Jahresrendite) in europäische VC-Projekte zu investieren.

Kassandra ist bekanntlich seit jeher eine konsequente, schon radikale Vertreterin von Real Assets in der Vorsorge, aus sozial- wie industriepolitischen Gründen.

Und dass die Staaten Europas (vorneweg UK) versuchen, mehr Pensionsgelder in kritische Sektoren, meist eher Infrastruktur als VC, zu lenken, ist gut und nachvollziehbar. Aber auch hier gilt: Wem hierzu nicht mehr einfällt, als die Sozialeinrichtungen (!) mit dem Geld der Berechtigten (!) hierzu zu zwingen, anstatt für attraktive Investitionsbedingungen zu sorgen, der sollte nochmal deutlich in sich gehen.

Das Grundgerüst der freien Ökonomien heißt Wettbewerb.“

Außerdem: Dass ein Zwang für große Institutionelle, in bestimmte Assets zu investieren, in dem Segment die Preise völlig verdirbt, unseriöse Akteure anzieht und nicht zuletzt Prozyklik befeuert, muss man Fachleuten an sich nicht erklären. Abseits dessen durchaus.

abas Beate Petry hatte jüngst erst völlig zurecht auf der aba-JT betont, Hauptauftrag der bAV ist sichere Altersversorgung und nicht industrie- oder kapitalmarktpolitische Zielerfüllung.“

Das Grundgerüst, auf dem die freien Ökonomien der freien europäischen Staaten funktionieren, heißt Wettbewerb – eines der essenziellen Kernelemente einer jeden freiheitlich-demokratischen Grundordnung (und das funktioniert offenkundig auch im Sektor VC). Staatlicher Zwang erfüllt ebendiese Funktion nicht, im Gegenteil. Das scheint in Europa immer mehr in Vergessenheit zu geraten – leider nicht nur in Splitterparteien. Ist Kassandra bald der letzte Freedom Fighter?

GDV (10. Juni): „Versicherer legen 10-Punkte-Plan für schnellere Infrastrukturinvestitionen vor.“

Telepolis (10. Juni): „Aus Stuttgart 21 wird Stuttgart 31. Tausende nach Feuer in Reutlinger Umspannwerk lange ohne Strom: Verbindungen zu linksextremistischem Blog?

SWR (11. Juni): „LKA prüft nach mutmaßlichem Brandanschlag.“

GDV zum Zweiten, Punkte-Plan zum Zweiten: Diese drei Meldungen passen hervorragend zueinander. Der 10-Punkte-Plan des GDV hat sicherlich einiges für sich, jede Form der Realitätswertung völlig unklar.

Aber: Wie stets sei hier für Pensionsinvestoren betont, dass auch andere Länder schöne Infrastruktur-Töchter haben. Für Deutschland und seine Infrastruktur-Politik gilt nach wie vor die kassandrische Abrechnung in zehn Akten, und diese düstere Prophezeiung der Kröte realisiert sich bekanntlich sukzessive immer weiter.

„… denen nichts mehr am Herzen liegt, als die Infrastruktur des eigenen Landes zur sabotieren.“

Auch dieser Tage zeigen sich wieder Beispiele für diese These, wie hier oben verlinkt: Nicht nur in Berlin, sondern selbst in der süddeutschen Provinz gibt es offenkundig Strömungen, denen nichts mehr am Herzen liegt, als die Infrastruktur des eigenen Landes zur sabotieren. Unverständlich, wie ein Land so etwas dulden kann, das doch so gern ein attraktiver Infrastruktur-Standort wäre?

Kassandra der letzte Freedom Fighter?

Das andere Beispiel ist Stuttgart 21 – ein peinliches Großprojekt, das man jetzt amtlich offenbar Stuttgart 31 nennen kann und das in der Realität vermutlich zu Stuttgart 41 werden wird. Jetzt stellen Sie sich doch mal vor, in einem derartigen Projekt wären sie als Pensions-Investor engagiert (ggf. sogar zwangsweise)! Da bekämen Investment-Duration und Exit-Stau auf einmal eine völlig neue Dimension.

Brandstiftung, Sabotage, Missmanagement, wahrhaftig endlose Verzögerungen: Das alte kassandrische Mantra gilt nach wie vor, dass jeder Pensionsinvestor sich dreimal überlegen sollte, ob er sich ausgerechnet in Deutschland in illiquider Infrastruktur engagiert. Da helfen auch hübsche 10-Punkte-Pläne der Assekuranz nicht weiter. Und dass die Investoren das ähnlich sehen, belegt der offenkundige Anti-Home-Bias der deutschen Institutionellen.

Deutschland sollte hier seine Hausaufgaben machen, dann klappt’s auch mit den Investoren. Aber halt: Wie wir heute wieder gelernt haben, gibt es doch ein viel einfacheres Mittel. Man zwingt die Investoren einfach alle zu ihrem Glück!

Nur weiter so, Deutschland.

Fidelity (10. Juni): „‘Be Invested Global Survey 2026‘: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Renditeerwartungen deutscher Anleger stehen im Konflikt mit hohen Cash-Quoten.“

Fidelity International hat sich unter 13.000 Privatanlegern umgehört, Ergebnisse für die ca. 1.000 Deutschen darunter:

Deutsche Anleger erwarten eine jährliche Rendite von 6,7%, halten aber 34% ihres investierbaren Vermögens in renditearmen Cash-Beständen (Europa sogar 36%). Gleichwohl sind 70% zuversichtlich, ihre langfristigen Ziele zu erreichen.

Liest Kassandra dies, bekommt sie den Eindruck, als habe Fidelity sie höchstselbst gefragt – denn exakt so wie beschrieben ist das bei ihr auch, und das klar wider besseres Wissen.

Wer zuletzt lacht … lacht eben meistens nie.“

Oft geht dieses Verhalten übrigens mit einer kognitiven Dissonanz gepaart mit Selbstüberschätzung einher, in etwa in dem Sinne: „Bald kommt ja ohnehin der große Crash, und dann werde ich Schlaumeier all die schönen Aktien, von denen ich seit Jahren (!) immer nur die Rücklichter sehe, endlich billig einsammeln. Wer zuletzt lacht…“ ja, der lacht eben meistens nie. Oder haben Sie Kassandra schonmal lachen gesehen?

Jan Schepanek, FFB.

Jan Schepanek, Chef von Fidelitys Investmentplattform FFB, formuliert es anders. „Hohe Cash-Positionen mögen das Gefühl von Sicherheit vermitteln, sie limitieren jedoch das Renditepotenzial erheblich … sie erhöhen das Risiko negativer Realrenditen.“

Was tun? Fidelity schlägt drei Maßnahmen vor: 1. europaweite Einführung steuerbegünstigter Spar- und Anlagekonten, einfach, flexibel und ohne einschränkende lokale oder produktbezogenen Anforderungen, dann 2. Abbau von Investitionsbarrieren mit mehr Wettbewerb zum Vorteil von Privatanlegern und 3. mehr Privatanleger-Partizipation durch automatischen Einbezug und standardmäßige Lebenszyklus-Anlagestrategien im Rentensystem, um sowohl Partizipationsrate wie langfristige Renditen zu steigern.

Man kann die Vorschläge teilen oder nicht, für taktisch oder strategisch halten oder nicht, für zu sales-driven oder nicht, aber immerhin kommt in ihnen eines nicht vor: die Überzeugung, die Menschen zu ihrem „Glück“ zwingen zu dürfen und zu müssen. Das ist schon viel wert. Aber leider selten geworden.

Das zur heutigen Headline anregende Kulturstück findet sich hier:

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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