… erst recht nicht die ständigen großen OPs an der deutschen Oberdauerbaustelle namens Altersvorsorge: Die Kommission hat ihre Vorschläge vorgelegt. Das Medienecho ist erstaunlich hoch, die Politik gibt sich einsatzbereit, und auch einige Stakeholder haben bereits reagiert. Ein Verband geht gleich alle Punkte einzeln durch. Viele begrüßen die Rolle der Tarifparteien. Einer äußert Skepsis explizit gegenüber dem Sozialpartnerdialog. Ein anderer sagt wohlweislich gar nichts. Und ein Land ist mal wieder in aller Munde.
Nur einige der Stellungnahmen der wichtigsten Renten- bzw. bAV-Stakeholder zu den „Empfehlungen der Alterssicherungskommission“ werden hier und heute in aller Kürze im P●I-Stakkato gerafft zusammengefasst. Arbeitgeber, Assekuranz, Asset Manager, Gewerkschaften und Fondsindustrie:
GDV: Punkt für Punkt – mit Zustimmung und Kritik
Zuerst zum GDV. Denn dieser hat sich die Arbeit gemacht, sich jeden einzelnen Punkt vorzunehmen und zu kommentieren, hier von der Redaktion extrem gerafft:
1: 70% nur als Gesamtziel — Nettoersatzquote von 70% als politisches Ziel sinnvoll, aber nur als Gesamtversorgung aus ALLEN drei Säulen.
2: Drei Säulen sichtbar machen – regelmäßige Ausweisung der Nettoersatzquote inkl. betrieblicher und privater Vorsorge (positiv).
3: Versorgungslücken sauber messen, Indikatorik und Monitoring verbessern (positiv).
4: DiGiRü zum Planungstool ausbauen (positiv).

5: Rentenalter an Lebenserwartung nach 2031 koppeln im 2:1-Verhältnis Erwerbs- zu Rentenphase (grundsätzlich sinnvoll.
6: Abschlagsfreie Frührente abschaffen (positiv, mehr Generationengerechtigkeit).
7: Beitragsjahre allein nicht maßgeblich (positiv).
8: Rente mit 63 für langjährig Versicherte auf 64 anheben (positiv).
9: Abschläge korrekt berechnen (positiv).
10: Länger gesund arbeiten ermöglichen, Fallmanagement und Gesundheitsvorsorge wissenschaftlich begleiten (sinnvoll).
11: Hinterbliebenenrente modernisieren (hat Potenzial).
12: Reha-Kosten-Nutzen klären (unklar, Kosten-Nutzen prüfen).
13: Altersteilzeit nicht als Frührente nutzen lassen, Altersgrenze anheben, Blockmodell abschaffen (positiv).
14: Nachhaltigkeitsfaktor reaktivieren und alpha auf 0,33 erhöhen (Aussetzung war ein Fehler, überwiegend positiv, aber deren Kopplung an geplante Kapitaldeckung kritisch).

15: Übergangsschutz ab 2032 kostet Steuergeld (nachvollziehbar, aber teuer).
16: Einheitlicher Beitragssatz bleibt (positiv).
17: Fremdleistungen aus Steuern zahlen, nicht beitragsgedeckte Leistungen transparent aus Bundesmitteln (positiv).
18: Altersarmut mit bAV und privater Vorsorge bekämpfen (positiv).
19: Vorsorge muss sich lohnen, Anrechnungsregeln in der Grundsicherung zugunsten von Vorsorgern anpassen (positiv).
20: Keine Zwangsverrentung Arbeitsloser, Regelung für Langzeitarbeitslose dauerhaft abschaffen (sinnvoll).
21: Erwerbstätigenversicherung (Vorsicht bei Umsetzung).
22: Selbstständige in der gRV: verpflichtende Einbeziehung ohne Opt-out (kritisch, Wahlfreiheit erhalten).
23: Beamtenversorgung mitreformieren, Reformen wirkungsgleich übertragen (sinnvoll).
24: Abgeordnete in gRV einbeziehen, Symbolwirkung (positiv als Signal).
25: AG-Vorstände einbeziehen, begrenzter Effekt (nachvollziehbar, aber geringe Wirkung).
26: Minijobs rentenpflichtig machen, ohne Opt-out (nachvollziehbar).
27: Mehr Kapitaldeckung über 2. und 3. Säule (positiv, vorrangig über bestehende Strukturen).
28: Staatliche Kapitalrente: Bürokratie, politischer Einfluss, Schwächung privater Anbieter (kritisch).
29: Sozialpartnerdialog für bAV nutzen (positiv).
30: bAV einfacher, portabler, besser fördern, v.a. bei KMU (positiv).
31: Frühstart-Rente in gRV-Kapitalrente verzahnen (kritisch, da diese nicht Zubringer zur gesetzlichen Kapitalrente gedacht).
32: Private Vorsorge eng monitoren (positiv).
33: DRV effizienter und bürgernäher machen (positiv).
Das gesamte Statement des GDV findet sich hier:
BAVC: Sozialpartner im Fokus
Die Chemie-Arbeitgeber, traditionell die Kern-DNA der deutschen bAV, betonen die Rolle der zweiten Säule und der Sozialpartner:
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Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung wird unterstützt.
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Frühverrentungsanreize abschaffen.
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Nachhaltigkeitsfaktor wieder aktivieren.
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Sozialabgabenquote bei max. 40% halten, Rentensystem stabilisieren.
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Höhere Abgaben gefährden Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.

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Positive Bewertung vieler Reformvorschläge, aber bitte mehr Mut bei Rentenanpassungen.
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Höhere Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt.
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Kapitaldeckung grundsätzlich sinnvoll, aber Umsetzung in der gRV kritisch.
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Ausbau der bAV bevorzugt, Sozialpartner sollen Reform der zweiten Säule vorantreiben.
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Zusätzliche Vorsorge darf Sozialabgaben nicht erhöhen.
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Betriebsrentenleistungen sollen angerechnet werden.
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Bundesregierung und Sozialpartner sollen Empfehlungen rasch umsetzen.
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BAVC bereit zur konstruktiven Mitarbeit.
Das gesamte Statement der Chemie Arbeitgeber findet sich hier:
BVI: Staatsfonds in der ersten Säule – und nur da
Für den deutschen Fondsverband BVI hat HGF Thomas Richter, Stellung bezogen, zur ersten Säule:
„Wir müssen in der gRV stärker auf Kapitaldeckung setzen, damit sie langfristig weniger auf Steuerzuschüsse angewiesen ist. Ein Staatsfonds in der ersten Säule passt ins System. In der privaten Säule dagegen verzerrt der Staat als Anbieter den Wettbewerb – das lehnen auch die Schweden ab.“
„Im Altersvorsorgedepot sollten auch arbeitgeberfinanzierte Zahlungen möglich gemacht werden.“

Und zur zweiten:
„Auch in der bAV sollten kapitalgedeckte Elemente weiter ausgebaut werden. Im Altersvorsorgedepot, das ab 2027 die Riester-Rente ersetzt, sollten auch arbeitgeberfinanzierte Zahlungen möglich gemacht werden.“
Fidelity: Jetzt kommt Bewegung in die Betriebsrente
Für den Asset Manager, der seit jeher eines der stärksten Commitments aller Investment Companies zur deutschen bAV hat, sieht Christof Quiring wichtige Impulse: Die Kapitaldeckung stehe endlich auf der Agenda der Rentenpolitik. Denn der Einstieg in die gRV-Kapitaldeckung nach schwedischem Vorbild sei längst überfällig. Positiv auch, dass die Kommission Auto Enrolment wie Obligatorium ausdrücklich als Reformoptionen nennt.
„Kritisch sehen wir, dass die konkrete Umsetzung dessen einem Sozialpartnerdialog überlassen werden soll.“
„Die Kommission stellt klar fest, dass die bisherige Akzeptanz der betrieblichen Altersvorsorge nicht ausreicht. Perspektivisch soll annähernd flächendeckende Verbreitung erreicht werden – ein wichtiges Signal.“

Bemerkenswerte Aussage: „Kritisch sehen wir, dass die konkrete Umsetzung dessen einem Sozialpartnerdialog überlassen werden soll. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Sozialpartnermodelle oft langwierige Abstimmungsprozesse erfordern. Angesichts des demografischen Wandels braucht es aus unserer Sicht aber zügige und verbindliche Entscheidungen.“
Positiv auch: der neue Ansatz in der Verzahnung von betrieblicher und privater Vorsorge, Quiring: „Ein betriebliches Altersvorsorgedepot könnte insb. für KMU einen einfachen und effizienten Zugang zur kapitalgedeckten Altersvorsorge schaffen.“
ver.di: Lebensleistungen nicht missachten
ver.di-Chef Frank Werneke sieht – ungeachtet einiger sinnvoller Einzelmaßnahmen – die Vorschläge an der Lebenswirklichkeit der arbeitenden Menschen vorbeigehen:
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Hauptkritikpunkt: Rentenniveau soll ab 2031 sinken, doch schon heute reichen viele Renten nicht für ein würdevolles Leben.
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Ablehnung einer Anhebung des Rentenalters, viele erreichen schon die 67 nicht gesund.

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Klare Ablehnung der Abschaffung der Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren, „Missachtung der Lebensleistung“
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Zustimmung zur Abschaffung von Minijobs (mit Ausnahmen für Schüler), da Förderung der Altersarmut.
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Zustimmung zur Einbeziehung weiterer Gruppen in die gRV: Selbstständige, Abgeordnete, AG-Vorstände.
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Zustimmung zu Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrenten.
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Kritik an kapitalgedeckten Elementen zulasten der gRV.
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Gefahr von Rentenkürzungen und sinkendem Rentenniveau.
Das gesamte Statement von ver.di findet sich hier.
BDA: Rentenkommission nimmt den demografischen Wandel ernst
Für die BDA kommentiert Präsident Rainer Dulger:
Grundsätzlich: Finanzielle Stabilität des Sozialstaats muss oberste Priorität haben, sonst drohen dauerhaft steigende Sozialbeiträge und Finanzierungsprobleme. Mehr und länger arbeiten, um das Rentensystem finanzierbar zu halten:
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Abschaffung der abschlagsfreien Frührente und Kopplung des Renteneintrittsalters an Lebenserwartung positiv.
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Rentenalter sollte noch schneller anheben als von der Kommission vorgeschlagen.
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Kritik an staatlicher Kapitalrente: Gefahr zusätzlicher Belastungen von über 40 Mrd. Euro jährlich. Höhere Sozialabgaben würden Arbeit verteuern und den Standort schwächen.
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Ablehnung der Abschaffung von Minijobs: diese mobilisieren Arbeitskräfte und schaffen Flexibilität.
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Zustimmung zur Wiedereinführung eines stärkeren Nachhaltigkeitsfaktors, aber möglichst sofort.
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Gesamturteil: Richtige Richtung, aber nicht mutig genug.
Das gesamte Statement der BDA findet sich hier.
DGB: Eine Frage der Gerechtigkeit
Für den DGB formuliert dessen Chefin Yasmin Fahimi, dass die Rentenkommission aus DGB-Sicht das richtige Ziel setze:
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Rente soll den Lebensstandard sichern.
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Zielniveau: 70% des Nettoeinkommens eines Durchschnittsverdieners.

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Höhere Rentenleistungen erfordern höhere Beiträge.
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Mehr gRV-Beitragszahler und Abschaffung sozialversicherungsfreier Minijobs richtig.
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Gesetzliche Rente und kapitalgedeckte Zusatzvorsorge sollen strikt getrennt bleiben, Kritik an Vermischung beider Systeme, da Gefahr versteckter Leistungskürzungen, v.a. bei Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.
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Besser wäre bAV-Obligatorium, tarifvertraglich organisiert und kapitalmarktbasiert.
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Klare Ablehnung der Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren und einer pauschalen Anhebung des Rentenalters; auch aus gesundheitlichen Gründen. Kopplung an die Lebenserwartung realitätsfern.
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Aber positiv: Kommission will Rentenalter langsamer anheben als bisher geplant. Diese Verlangsamung soll sofort gelten, tragfähige Übergänge für gesundheitlich belastete Beschäftigte zu schaffen.
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Kritik: Viele Vorschläge seien noch zu unkonkret, v.a. in Sachen bAV zu ambitionslos.
Das gesamte Statement des DGB findet sich hier.
aba: Ohne bAV geht es nicht, und …
Zum Schluss zu der, die hier normalerweise immer als erste steht: die aba, die einen unverzüglichen Start des Sozialpartnerdialogs zur bAV unter Einbezug von KMU-Vertretern fordert:
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säulenübergreifendes Gesamtversorgungsniveau von mindestens 70% netto nach Steuern als Ziel erstrebenswert.
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Vorschläge für die erste Säule grundsätzlich geeignet, mittel- und langfristig stabilisierende Wirkung zu entfalten.
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Absenkung der 100%-Garantie bis hin zum Garantieverzicht möglich machen.
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Zugang zu SPM weiter vereinfachen.
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Geringverdienerförderung verbessern.
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Bürokratieabbau forcieren, Aufbau neuer Bürokratie vermeiden.
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Digitalisierung auch in der bAV voranteiben.
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aba steht bereit, fachlich zu unterstützen
„Wir teilen die Auffassung der Kommission, dass für das angestrebte Gesamtversorgungsniveau eine annähernd flächendeckende Verbreitung der bAV unerlässlich ist“, betont aba-Chefin Beate Petry, und „die bAV mit ihren Strukturen und Erfahrungen ist für den Ausbau kapitalgedeckter Altersvorsorge unverzichtbar.“
Ziel müsse eine strukturelle Modernisierung und Vereinfachung der bAV sein, damit sie bestmöglich ihren Beitrag zum angestrebten Gesamtversorgungsniveau leisten kann. Dabei müsse die wirtschaftliche Lage der Unternehmen angemessen berücksichtigt werden (Anm.d.Red.: ein wichtiger Punkt, denn derzeit scheint viel zu oft vergessen, dass die deutschen Unternehmen derzeit wahrlich andere Sogen haben als die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter).
… Es ginge auch ganz anders
Apropos Bürokratie: Erfrischend, was die aba (die sich schon am 16. Juni vorab zur Kommission geäußert hatte) gestern vorgelegt hat, nämlich eine Matrix, die anschaulich zeigt, dass man in der Politik nicht immer nur im großen Ganzen denken sollte, sondern vorher auch die kleinen Hausaufgaben machen könnte, besonders wenn die nicht viel Steuerzahlergeld kosten (auf dieser Plattform meist seit zig Jahren unter dem Stichwort „Good Governance“ subsumiert).
Konkret hat die aba in der Matrix dargelegt, wie ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Bürokratieabbau in der bAV aussehen könnte. Gegenstand sind v.a Vereinfachung steuerlicher Verfahren (u. a. Kapitalertragsteuer, Förder- und Dotierungsgrenzen), Beseitigung rechtlicher Unklarheiten, Vereinheitlichung und Aktualisierung von Grenzwerten sowie weniger Melde-, Berichts- und Prüfpflichten.

Weitere Schwerpunkte: Förderung digitaler Verfahren (v.a. Schrift- statt Textform, verbesserter Datenaustausch, Nutzung digitaler Infosysteme) sowie Effizienzsteigerungen im aufsichtsrechtlichen Kontext. Ziel: Reduzierung administrativer Belastungen, mehr Rechtssicherheit und Stärkung der Verbreitung der bAV.
Die Bürokratie-Matrix der aba findet sich in zwei Gestaltungsformen hier und hier.
Man stelle sich doch nur mal vor, wie viel zusätzlichen Schub es der bAV gäbe, wenn nur diese hier genannten Hemmnisse abgebaut würden.
Schweigen im Walde
Übrigens: Keine Stellungnahme hat bis dato augenscheinlich die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungswerke ABV abgegeben. Kein Wunder, ist man dort gerade in diesen Monaten doch vermutlich erleichtert, von der Kommission nahezu komplett ignoriert zu werden. So schreibt die Kommission lediglich:
„Freiberufler sind meist über berufsständische Versorgungswerke ausreichend abgesichert.“
Soweit zu den Stakeholdern, und falls Sie hier ein erstes Fazit der P●I–Redaktion erwarten: Hier muss diese Sie auf Freitag vertrösten – denn das ist der Kröte vorbehalten.
Noch zu Schweden: Dieses Nordland ist derzeit mit seinem Rentensystem mal wieder in aller deutschen Munde – und wenn Sie dieses in seiner Struktur und in seinen aktuellen Entwicklungen verstehen wollen, dann finden Sie alle Beiträge unseres P●I–Korrespondenten Reiner Gatermann in Stockholm hier:
Stockholm Live (X): Stockholm Live (IX): Stockholm Live (VIII): Wallenberg – von der fünften in die sechste: Stockholm Live (VII): Stockholm Live (VI): Stockholm Live (V): Stockholm Live (IV): Stockholm Live (III): Statens årskullsförvaltningsalternativ (II): Statens årskullsförvaltningsalternativ (I):
Schlechter schluckt besser?
von Reiner Gatermann, 20. April 2026
Another Fund bites the Dust?
von Reiner Gatermann, 24. November 2025
Talking about next Generation
von Reiner Gatermann, 2. Juni 2025
Schwedischer Scherbenhaufen
28. April 2025
Der schiefe Turm von Stockholm
9. Dezember 2024
„Gimme, gimme gimme my Tax“
3. Juni 2024
Nordische Kombination
12. April 2024
„All das deutet in die falsche Richtung“
1. März 2024
Rückennummer 7
4. Oktober 2022
Nordish Pension by Nature
19. September 2022
Das zur heutigen Headline anregende Kulturstück findet sich hier:

























