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Advertorial P●I-Praxis – Herausforderungen in positiv korrelierten Märkten:

Liquid Alternatives – zuverlässige Diversifikation in veränderten Märkten

Geopolitische Krisen und die immer deutlicher zu beobachtende Korrelation zwischen Aktien und Anleihen zwingen Investoren einerseits zu einem Umdenken. Andererseits schafft eben diese veränderte Marktlogik auch Opportunitäten. Im Zentrum des Interesses: Liquid Alternatives. Ulrich Urbahn zeigt, die mehrere Billionen schwere Anlageklasse ihre Stärken hat – ohne eine Allwetterlösung zu sein

Ulrich Urbahn, Berenberg.

Das aktuelle Marktumfeld stellt Anleger vor eine zentrale Frage: Wie lässt sich ein Portfolio stabilisieren, wenn Aktien und Anleihen gleichzeitig unter Druck geraten? Viele Anlageklassen gaben im Zuge der Irankrise nach; die erwartete Risikoreduktion durch Diversifikation blieb weitgehend aus. Selbst Gold, das in Stressphasen häufig als stabilisierender Portfoliobaustein wahrgenommen wird, verlor gleichzeitig deutlich an Wert.

Dies ist jedoch kein Einzelfall, sondern zunehmend die Regel – bis auf wenige Ausnahmen wurde seit 2022 nahezu jeder größere Aktienrückgang von einem Rücksetzer am Anleihemarkt begleitet.

„Anleger stehen vor einer veränderten Marktlogik.“

Die diversifizierende Wirkung von Anleihen hat in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen. Mit dem Ende der Pandemie und spätestens seit Beginn des neuen Inflationsregimes stehen Anleger vor einer veränderten Marktlogik: Aktien und Anleihen bewegen sich in Stressphasen häufiger in die gleiche Richtung. Rücksetzer auf der Aktienseite eines Multi Asset-Portfolios werden dann nicht mehr durch Kursgewinne auf der Anleiheseite abgefedert. Die durch die Aktien-Anleihen-Diversifikation erhoffte Verlustmilderung bleibt aus.

Unseren Umgang mit dieser Thematik haben wir bereits 2024 in diesem Magazin beschrieben. Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten und möchten heute den aktuellen Stand dazu darstellen.

Nur dunkle Schatten?

Mit der veränderten Marktlogik entstehen Gelegenheiten – ob steigende Zinsen, Wachstumsschocks oder geopolitische Verwerfungen: Viele der Treiber klassischer Marktrückgänge schaffen zugleich Opportunitäten; einzelne Liquid Alternatives-Strategien konnten während mehrerer Aktienrücksetzer der vergangenen Jahre deutlich positive Renditen erzielen.

Diese Strategien erschließen Renditequellen, die weniger von der Entwicklung klassischer Aktien- und Anleihemärkte abhängen. Ihre Rolle liegt aber nicht allein in zusätzlicher Rendite, sondern vor allem in der Verbesserung der Robustheit von Portfolios.

Einordnung und Abgrenzung

Hinter dem Sammelbegriff „Liquid Alternatives“ verbirgt sich eine heterogene Landschaft an Strategien, die sich in ihrer Funktionsweise, ihren Renditequellen und ihrem Risikoprofil teils erheblich unterscheiden. Im Kern lassen sich zwei Gruppen von Strategien unterscheiden.

Absichernde Instrumente weisen in Stressphasen negative Korrelationen zu risikobehafteten Anlagen auf und verfolgen damit das Ziel, positive Renditen in Krisenphasen zu generieren.

Diversifizierende Strategien zielen darauf ab, das Rendite-Risiko-Profil herkömmlicher Anlagen mit möglichst niedriger Korrelation zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist Global Macro. Diese Strategie basiert auf makroökonomischen Fehlpreisungen, Zinsdifferenzen, Währungsbewegungen oder relativen Bewertungsunterschieden. Diese Strategie hat zum Ziel, positive Renditen zu erzielen, und zwar möglichst unabhängig vom allgemeinen Markttrend – eine Eigenschaft, die sie gerade in dem gegenwärtigen Marktumfeld bei Anlegern zunehmend populär macht.

Dieses Prinzip greift auch der neu konzipierte Berenberg Global Macro Tactical Alpha auf. Der UCITS-Fonds strebt an, von makroökonomischen Ineffizienzen und kurzfristigen Verwerfungen zwischen verschiedenen Anlageklassen zu profitieren.

Liquid Alternatives erlebten eine starken Aufstieg …

Liquid Alternative-Strategien haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Ende 2025 verwalteten entsprechende Strategien allein in den USA ein Vermögen von knapp 5 Bio. US-Dollar – fast doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor. Auch im europäischen UCITS-Markt hat sich das verwaltete Vermögen alternativer Fonds in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.

… sind aber auch keine Allwetterlösung

Liquid Alternatives sind jedoch keine Allwetterlösung. Die Strategien der 1980er- und 1990er-Jahre profitierten von einem hohen Zinsniveau, ausgeprägten Markttrends und erheblicher Volatilität innerhalb des globalen Anlageuniversums. In diesem Umfeld konnten einige alternative Strategien außergewöhnlich hohe Renditen erzielen.

Danach und insb. im Niedrigzinsumfeld nach der Finanzkrise änderte sich dieses Bild. Viele Hedgefonds- und Liquid-Alternative-Strategien entwickelten sich in den 2010er-Jahren schwächer als Aktien oder Unternehmensanleihen.

„Liquid Alternatives können je nach Marktumfeld äußerst unterschiedlich abschneiden.“

Zwischen 2010 und 2015 erzielten Liquid Alternatives teilweise sogar geringere Renditen als sichere US-Staatsanleihen.

Die historische Erfahrung zeigt daher: Liquid Alternatives können je nach Marktumfeld äußerst unterschiedlich abschneiden. Gerade deshalb ist die Einordnung des aktuellen Umfelds und die erwartete weitere Entwicklung entscheidend. Aus heutiger Sicht sprechen viele Faktoren dafür, dass sich die Bedingungen für Liquid Alternatives dauerhaft verbessert haben.

Positive Seiten des Kapitalmarktumfeldes

Das veränderte Makroklima kann also Liquid Alternative-Strategien begünstigen. Protektionistische Maßnahmen, geopolitische Spannungen und expansive Fiskalpolitik halten Zinsen und Volatilität hoch. Erhöhte Anteile passiver Anlagen verstärken zudem auch technisch getriebene Übertreibungen.

„Die volkswirtschaftliche Heterogenität trägt zu dem vorteilhaften Marktumfeld für Global Macro bei.“

Ein zusätzlicher Faktor, der vor allem das Ergebnis von Global Macro-Strategien unterstützen dürfte, sind die Zinsunterschiede zwischen den einzelnen Volkswirtschaften. So liegen die Geldmarktzinsen in Australien bei knapp 4%, während die Schweizer Nationalbank ihren Leitzins bereits seit einem Jahr nahe der Nulllinie hält. Die nun deutlich höhere Dispersion am Geldmarkt bietet Macro-Fonds neue Möglichkeiten, von den globalen Zinsdifferenzen zu profitieren. Kurz nach der Finanzmarktkrise, als die meisten Zentralbanken ihre Leitzinsen nahe der Nulllinie hielten, war dies deutlich schwieriger. Die zusätzliche gegenwärtige volkswirtschaftliche Heterogenität trägt ebenfalls zu dem vorteilhaften Marktumfeld für Global Macro bei.

Fazit: ein essenzieller Portfoliobaustein für Stabilität und Rendite

Das Portfoliomanagement ausschließlich mit Aktien und Anleihen steht in einem Umfeld fundamentaler makroökonomischer Veränderungen vor erheblichen Herausforderungen. Eine strukturell höhere Inflation(-Volatilität), eine gestiegene Zinsvolatilität und zunehmende Korrelationen zwischen den traditionellen Anlageklassen haben die Diversifikationsvorteile von Anleihen geschmälert, die jahrzehntelang als verlässliches Gegengewicht zu Aktien dienten.

In diesem veränderten Umfeld dürften sich Liquid Alternatives zu einem essenziellen Baustein für den Aufbau robuster Portfolios entwickeln. Während das Niedrigzinsumfeld des vergangenen Jahrzehnts für alternative Strategien eine Herausforderung darstellte, ist das aktuelle Marktumfeld deutlich vorteilhafter.

„Portfolios breiter aufstellen und unabhängige Renditequellen erschließen.“

Auch durch deutlich niedrigere Renditeerwartungen für Aktien sind Anleger gezwungen, nach neuen Quellen für Stabilität und Rendite zu suchen. Liquid Alternatives dürften sich hierbei als Baustein erweisen, um Portfolios breiter aufzustellen und unabhängige Renditequellen zu erschließen. Damit können dann zukünftige Krisen hoffentlich besser bewältigt werden als die aktuelle.

Der Autor ist Leiter Portfoliomanagement Liquid Alternatives & Solutions sowie Multi Asset Strategy & Research bei Berenberg.

KONTAKT:
Alina Paul
Head of Institutional Sales
Berenberg
Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG
Bockenheimer Landstr. 25
60325 Frankfurt am Main
https://www.berenberg.de/unsere-kunden/institutionelle-kunden/
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Herausforderungen in positiv korrelierten Märkten:
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27.10.2026

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