Ein für unser Parkett wichtiger Verband stellt nach einigem Ärger nun grundsätzliche Weichen, ein weiterer unternimmt eine Stabübergabe, bei einem dritten bleibt alles wie gehabt. Und eine gute Bekannte ist back on Stage.
Heute nach einigen Wochen auf PENSIONS●INDUSTRIES wieder Parkettbewegung – auch wenn Sie die meisten sicher schon kennen:
Klare Verhältnisse bei PensionsEurope

Der europäische bAV-Verband PensionsEurope hat mit Sibylle Reichert eine neue Generalsekretärin, die ihr Amt in der Nachfolge Matti Leppäläs zum 1. Januar 2027 antreten wird.
Neuland ist das für die deutsche Ökonomin nicht, verfügt sie doch über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Renten- und Gesundheitspolitik und in der Interessenvertretung. Seit 2019 ist sie als Geschäftsführerin der International Association of Mutual Benefit Societies (AIM) tätig. Zuvor leitete sie ab 2009 für zehn Jahre das Brüsseler Büro des niederländischen Pensionsfondsverbands (2009–2019) und war als Direktorin bei der European Association of Paritarian Institutions AEIP tätig sowie Mitglied der OPSG der EIOPA.
Die Causa ist nicht ohne eine gewisse Brisanz: Der Finne Leppälä hatte das Amt seit 2011 inne, seine Verdienste und seine Kompetenz können von niemandem bestritten werden, und besonders auf dem deutschen Pensions-Parkett genießt er großen Respekt.

Doch vor ca. einem Jahr gab es Ärger: Unter dem seinerzeitigen niederländischen PE-Vorsitzenden Jacques Van Dijken drängten die Holländer darauf, den altgedienten Leppälä vor der Zeit durch eine ihnen genehme Flämin zu ersetzen. Damit gescheitert, trat die niederländische Pensioenfederatie Anfang 2026 aus PensionsEurope aus („de beledigde Leverworst“ kommentierte PENSIONS●INDUSTRIES seinerzeit). Damals d en Vorsitz des Verbandes übernahm: aba-GF Klaus Stiefermann.
Nun sind die Verhältnisse bei dem Verband klar; angesichts der turbulenten Zeiten, in denen sich auch die bAV bewegt, ist das sicherlich eine gute Nachricht. Bemerkenswert ist, dass die neue Generalsekretärin offenbar auch das niederländische Pensionswesen gut kennt, wenn sie dort eine Dekade lang in dessen Verband tätig war.
PensionsEurope mit Sitz in Brüssel vertritt derzeit 21 nationale EbAV-Verbände aus 16 EU-Mitgliedstaaten und 3 weiteren europäischen Ländern mit Plan Assets von über 2,5 Bio. Euro (darüber hinaus decken viele Mitglieder auch private Altersvorsorge ab, die mit einem Arbeitsverhältnis verbunden ist). Ob es nun bald wieder 22 Mitgliedsverbände sind, bleibt abzuwarten.
UKW back on Stage in Hamburg
Utta Kuckertz-Wockel ist wieder da – und zwar seit 1. Oktober 2026 als Senior Managerin für Marketing and Communication im Bereich Pension Consulting & Development bei der Hamburger Pensionsverwaltung eG (Hapev). Ihre Aufgaben in Hamburg reichen vom Strategischen Consultings bis zum Dialog mit relevanten Stakeholdern im Bereich der bAV sowie mit Fachverbänden und Sozialpartnern.

Kuckertz-Wockel kommt von der MetallRente; zuvor war sie über fünf Jahre bei Lurse in ähnlichen Funktionen tätig. Seit ihrer langjährigen Tätigkeit als Managerin der Handelsblatt-bAV-Tagung gilt sie auf dem Parkett als bestens vernetzt.
Die Hapev ist ein Full Service-bAV-Dienstleister in den Bereichen Direktzusagen, Pensions- und U-Kassen sowie Pensionsfonds. Mit rund 200 Beschäftigten in Hamburg betreut die Hapev die Altersvorsorge von über 4.000 Mitgliedsunternehmen und verwaltet mehr als 1 Mio. Vorsorge- und Rentenkonten, u.a. Fremdverwaltung von EbAV, Komplettübernahme einschl. Vorstandsbestellung, Übernahme sämtlicher oder einzelner Funktionen bis zum Portfoliomanagement und mehr. Zu den verwalteten Einrichtungen gehört u.a. die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK), mit mehr als 800.000 Mitgliedern die größte Firmenpensionskasse a.G. Deutschlands.
Nach zwei Dekaden Stabübergabe beim BAI

Frank Dornseifer wird Ende März 2027 nach dann über zwei Jahrzehnten im Amt die Geschäftsführung des Bundesverbandes Alternative Investments abgeben – wie der Verband mitteilt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen, aber auch aus privaten Gründen.
Die Nachfolge ist schon geregelt: Andreas Binder (49) ist seit dem 1. Oktober 2026 bereits als Geschäftsführer des BAI tätig. Der 49jährige Diplom-Kaufmann ist vom Fach: Seit 2009 leitete er die Abteilung Alternatives bei der VHV-Gruppe und verantwortete dort das Portfoliomanagement und Research in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur, Erneuerbare Energien und Immobilien.

Unbekannt ist der Verband Binder nicht: Bereits 2011 engagierte er sich im Investorenbeirat und wurde im März 2024 in den ehrenamtlichen Vorstand des BAI gewählt (dieses Amt hat er als neuer GF nun niedergelegt).
Der BAI, 1997 in Bonn gegründet, hat heute über 300 nationale und internationale Unternehmen als Verbandsmitglieder, stammend aus allen Bereichen der professionellen Alternative Investment-Branche.
Alles beim Alten beim BVI
Anfang Oktober 2026: Die Mitglieder des deutschen Fondsverbands BVI haben in ihrer Mitgliederversammlung turnusgemäß den neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt – der gleichzeitig der alte ist:
Matthias Liermann (Präsident), DWS Investment
Sonja Albers, Union Investment
Dirk Degenhardt, Deka Vermögensmanagement
Mathias Heiß, Universal Investment
Fabian Klingler, abrdn
Thomas Schindler, Allianz Global Investors
Jörg Stotz, Hansainvest.
Der BVI vertritt die Interessen der Fondsgesellschaften und Asset-Manager mit knapp 5,2 Bio. Euro Anlagekapital für Privatanleger, Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Banken, Kirchen und Stiftungen.


























