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P●I am Nachmittag – pAV geht durch den Bundesrat:

Tempo in der dritten Säule

Zumindest auf den letzten Metern hat sich die Reform der privaten Altersvorsorgegeradezu als Sprinter entpuppt. Jedenfalls hat die zweite Kammer vor wenigen Stunden dem Gesetz zur Einführung des neuen Altersvorsorgedepots zugestimmt. Und: Ein erstes Depot ist kurz darauf bereits in ersten Einzelheiten kommuniziert worden.

Tempo zum Ersten: Heute Vormittag hat der Bundesrat der vom Bundestag beschlossenen Reform der privaten Altersvorsorge zugestimmt (der Bundesrat hatte seinerzeit im BT-Finanzausschuss noch Anpassungen veranlassen können). Gleichzeitig unterbreiteten die Länder heute Vorschläge zum Verwalten und Ausgestalten des neuen Angebots.

Der Bundesrat in Berlin-Mitte. Foto: Bundesrat.

Zusammen mit seiner Zustimmung fasste der Bundesrat eine Entschließung, mit der er die Bundesregierung bittet, zu prüfen, ob die Deutsche Bundesbank die Vermögensverwaltung für das – in der Branche skeptisch gesehene – staatliche Standardprodukt übernehmen könne. Außerdem spricht er sich dafür aus, dieses möglichst so auszugestalten, dass die Anleger auch eine Variante wählen können, welche Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt.

Das kann man sicher als smarten Move sehen, genießt die Bundesbank doch zumindest abseits der Fachwelt sicher nach wie vor einen exzellenten Ruf im Lande.

Fidelity International launcht Altersvorsorgedepot

Tempo zum Zweiten: Der erste Anbieter nennt schon heute technische Einzelheiten: Fidelity International wird zum 1. Januar 2027 ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot anbieten. Das haben die Kronberger unmittelbar nach Bundesrats-Entscheidung kundgetan. Geplant sei eine integrierte, digitale Vorsorgelösung für Privatkunden sowie Berater und Pools auf der Investmentplattform FFB.

Wir verbinden aktives Management und globale Altersvorsorge-Expertise mit einer etablierten Investmentplattform (FFB) und einem maßgeschneiderten Gleitpfad, was nur wenige Anbieter können,“ sagt Susanna Wooders. „Weltweit verwalten wir als Gruppe über 780 Mrd. Euro in Lebenszyklusstrategien”, verweist die Deutschlandchefin von Fidelity International auf die Erfahrung des Hauses.

Susanna Wooders, Fidelity International.

Das Angebot von Fidelity solle ein Premium-Produkt aus aktiven ETFs sowie ein ergänzendes Standardprodukt aus kosteneffizienten, passiven Indexfonds umfassen. Das Premium-Produkt werde aktiv über einen maßgeschneiderten Gleitpfad begleitet, um Anlegern zusätzliche Renditechancen zu bieten: Die Anlagestrategie passe sich mit zunehmender Nähe zum Ruhestand schrittweise an und berücksichtigt Marktbedingungen ebenso wie die jeweilige Lebensphase des Anlegers. „Anstelle starrer Regeln setzen wir auf eine flexible Allokation mit modernen, research-basierten ETFs“, erklärt Wooders den Ansatz.

Der überwiegende Teil des Gesetzes tritt am Tag nach dessen Verkündung in Kraft. Zuvor muss es von der Bundesregierung gegengezeichnet und vom Bundespräsidenten ausgefertigt werden.

Anm. d. Red. in eigener Sache: Seit Gründung dieser Plattform im Jahre 2013 herrscht hier das eherne Prinzip vor, dass die Leserschaft täglich (abgesehen von Sondermeldungen) nur mit einer einzigen Meldung behelligt wird. Seit Anfang Juli 2025 muss hiervon etwas abgewichen werden, denn die Dichte der Nachrichtenlage macht es nötig, im Falle erhöhten Aufkommens zuweilen auch Nachmittagsmeldungen zu veröffentlichen.


Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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