In dem nur sehr unregelmäßig samstags erscheinenden Ressort PENSIONS●INDUSTRIES Feuilleton gibt es auch Länder- und Städteberichte aus Deutschland und Europa mit Impressionen, die der P●I-Herausgeber gesammelt hat – fotolastig, rein subjektiv, komplett amateurhaft und völlig OFF TOPIC, also to whom it may concern only! Heute: Barcelona in einem Quicky durchgezogen!
Vorab: Der geneigten Leserschaft sei bewusst: Es handelt sich in dieser Rubrik ausdrücklich NICHT um professionelle Reiseberichte. Sondern explizit nur um subjektive und fotografische Impressionen des Herausgebers (des „Wanderers“), die er in dem vielfältigsten Kontinent der Welt, nämlich in Europa sammelt – und zwar ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit, auf Nützlichkeit, auf Ausgewogenheit, auf Kompetenz. Gleiches gilt für die andren Autoren der Rubrik. Und so sind diese Impressionen mehr als alles andere zu 100%: OFF TOPIC – TO WHOM IT MAY CONCERN.
Nun zum heutigen Beitrag:
PENSIONS●INDUSTRIES in:
Barcelona – in 36 Stunden
Ach, Barcelona. Wie soll man über diese gigantische Stadt einen Artikel schreiben? Erst recht, wenn man für nur 36 Stunden auf der Durchreise ist?

Außerdem gibt es hier unter der Leserschaft wahrscheinlich endlos viele regelmäßigeCataluña-Fahrer und -Fahrerinnen, die sich bestens auskennen, und über das, was hier nun folgt, wahrscheinlich nur müde lächeln werden. Egal, versuchen wir es trotzdem:
Morgens um 1: Ankunft, Transfer, Unterkunft – einwandfrei
Ankunft am Flughafen samstags 1:00 Uhr morgens. Wie in die Stadt? Taxi? Geht, aber besser: der türkisfarbene Aerobus, 7,95 Euro, Tickets nur am Automaten, fährt den schnellsten Weg in die Stadt und steuert die großen, zentralen Plaças an, España, Catalunya, Universitet. Einwandfrei.
Unterkunft: Der Wanderer ist im Praktik Ramblas abgestiegen, etwas nördlich des Plaça Catalunya gelegen, mitten in dem bekannten Schachbrettviertel Eixample – bekannt ist für seine systematisch-geografische Anlage, die quer durchschneidende Av. Diagonal und die quadratischen Häuserblocks mit den clever abgeschrägten Ecken, die das Straßenbild wirklich aufwerten. Wohl jeder kennt die imposanten Luftaufnahmen von Barcelona, meist ohne zu wissen, dass das Barrio Eixample heißt.

Das Hotel selbst ist offenbar Teil einer kleinen lokalen Hotelkette namens Praktik. Sehr stylisch, mehrere Häuser in Barcelona, eines hat sogar eine kleine, hauseigene Bäckerei. Kann uneingeschränkt empfohlen werden.
Ein paar Stunden später, Samstag Morgen, die Stadt erwacht. Bon Dia, Barcelona!
Erster Eindruck: wie Paris! Breite Straßen, eher Haussmann-artige Boulevards, die hier natürlich (wie in Palma) Avenidas heißen, enorm viel Verkehr, reichlich imperiale Architektur, Entfernungen im Zweifel groß.
„So einfach macht es die leicht spröde katalanische Doña dem schnell Angereisten nicht.“
Die Hauptstadt Kataloniens hat ca. 1,7 Mio. Einwohner, ungefähr wie München – sie wirkt gefühlt aber sichtlich, gar um ein Mehrfaches größer, auch deutlich kapitaler. Man hat sich sogar wie in Paris einen kleine Triumphbogen geleistet, und der heißt bezeichnenderweise auch Arc de Triomf (um welchen historischen „Triomf“ der Katalanen es sich hier handeln soll, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Wanderers).

Einfach der Nase nach? Don’t!
Zunächst etwas Grundsätzliches: Wenn Sie wie der Wanderer nur 36h in der Stadt sind, und sie wollen das Örtchen der Nase nach zu Fuß erkunden:1 vergessen Sie es. Dazu sind die Entfernungen viel zu groß, Sie verlieren viel zu viel Zeit. So leicht macht es die leicht spröde katalanische Doña dem schnell angereisten Aleman nicht, sie per Quicky näher kennenzulernen!

Daher gilt: über diese vielfältige Stadt vorab ein wenig informieren, dann gezielt und sukzessive vorgehen, klar auf bestimmte Viertel fokussieren. Und: die vorhandene, gut laufende U-Bahn nutzen! Es gibt diverse erschwingliche Zeitkarten am Automaten (nicht in der Bahn).
Der Duft von Kaffee und Croissants auf der Straße …

Zurück zu diesem Samstag Morgen: Es ist Spätsommer, blauer Himmel, die Sonne scheint. Überall Kaffee und Croissants auf der Straße, wie es sich für jede echte südeuropäische Großstadt gehört.
Der Wanderer stärkt sich und entscheidet dann, tagsüber das Viertel Gràciaanzugreifen – gelegen nördlich von Eixample; die offizielle Grenze ist besagte Av. Diagonal (die also Eixample eigentlich nicht durchschneidet, sondern nördlich begrenzt. Aber das echte Gràcia, von dem hier die Rede ist, beginnt erst ein paar hundert Meter weiter nördlich).
… und dann ab nach Gràcia

Der Gegensatz zwischen dem südlichen Zentrum Barcelonas und dem erst 1897 eingemeindeten Gràcia ist frappierend: Hier gibt es enge Gässchen, weniger Verkehr, nette Plätzchen, kleine Geschäftchen – und die vielen Cafés wirken ein wenig individueller als im imperialen Zentrum. Gràcia kann man am ehesten vergleichen mit dem Berliner Prenzlauer Berg, der Kölner Südstadt, dem Münchner Glockenbach, dem Stockholmer Södermalm oder dem Südost-Londoner Bermondsey
Gute Anlaufstationen, auch zur Orientierung, ist zuerst der Plaça de la Vila de Gràcia, das historische Zentrum des ehemals selbstständigen Örtchens. Markant der rund 33 Meter hohe Uhrturm Torre del Rellotge de Gràcia. Zum kurzen Verweilen eignen sich auch der Plaça del Sol und der über die recht nette Carrer de Verdi erreichbare Plaça de la Virreina.
Haben Sie Barcelona schon bei Nacht gesehen?
Jetzt ist es Samstagabend geworden, der einzige Abend des praktisch ortsfremden Wanderers in der Stadt. Entscheidung daher: Standardprogramm!
Ausgangspunkt ergo: das uralt-eingesessenen Café Zurich am Placa Catalunya – ein Caféhaus im alten Spanischen Stil (der durch einen Umbau vor einigen Jahren allerdings etwas verloren gegangen ist).

Das Zurich markiert den Eingang in die Flaniermeile Ramblas. Diese entlangmarschiert Richtung Süden. Touristenquote? Gefühlt 95%, eher mehr. Einmal runter laufen lohnt, reicht dann aber auch. Ohnehin gerade Baustelle. Gegen Ende der Ramblas dann links ab in das bekannte Altstadtviertel, das Barrí Gòtic.

Wunderbare Sträßchen, viele Bars, und wie immer im Süden: noch viel mehr, quasi endlos viele Restaurants und v.a. zwischendurch auch wirklich bemerkenswerte und teils auch sehr bekannte Bauten, vorneweg die gotische Kathedrale (katalan: Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia), ein zentraler Anlaufpunkt im Viertel.
Aber auch im Gòtic wie nebenan im nicht minder belebten Borne verstärkt sich der Eindruck: Barcelona ist ohne Zweifel einer der touristischsten Städte Europas. Die Übermacht der Besucher überschreitet die Grenze des Totalen.

In diesem regelrechten Ozean an Gastronomie im Gòtic wie im Borne nur zwei subjektive Tipps des Wanderers: die solide Etniko Bar am Plaça del Fossar und v.a. der Celler del Rei am Plaça del Rei, wo man draußen erstaunlich ruhig vor der imposanten Kulisse des gotischenPalau Reial Major mit seinem Renaissance-Turm sitzen kann:

Und zumindest abends gibt es einen einfachen Trick gegen die Touri-Dominanz. Im Süden gilt für alle touristisch geprägten Nightlife-Hotspots (so z.B. auch in den nord-kretischen Städtchen Chania und Heraklion): Halten Sie durch! Ab 23 Uhr sinkt die Touri-Quote schnell auf ein erträgliches Maß herab.

Unentrinnbar, unvermeidbar: der Modernisme
Wie gesagt, Barcelona ist nicht arm an imperialer, sich gar autoritär gebender Herrschafts-Architektur. Bekannt ist die Stadt aber v.a. für seine bedeutenden Bauten im Jugendstil, hier in Katalonien Modernisme genannt und untrennbar mit dem Namen Antoni Gaudí verbunden. Seine Sagrada Familia, mitten im Eixample gelegen, kennt jeder, und auch seine weiteren Werke in der Stadt erfreuen sich großer Touristenströme.

Nun, der Jugendstil. Was soll man zu ihm sagen?
Zugute halten muss man ihm, dass nach vielen Jahrzehnten, in denen der historisierende Eklektizismus – Neorenaissance, Neoklassizismus, Neobarock, Neogotik & Co. – die Bauwelt über-dominiert hatte, der Jugendstil die erste (und vielleicht bis heute) letzte architektonische Entwicklung darstellte, die mit gewissem Recht in Anspruch nehmen konnte, etwas wirklich Neues zu sein.2 Das ist nicht wenig.
„Der Jugendstil beantwortete keine einzige der drängenden Fragen der Zeit.“
Doch Innovation ist das eine. Nutzwert, das andere. Sie kennen den architektonischen Leitsatz „Form follows Function“. Und hier war der Jugendstil von Geburt an eher schwach auf der Brust:
Als er kurz vor der Jahrhundertwende (zum 20.) entstand, war die Industrialisierung in Europa schon in seit Jahrzehnten in vollem Gange, die Bevölkerungszahl der Staaten und v.a. der großen Städte explodierten rasend schnell in die Zig Millionen, die soziale Frage wurde zur existenziellen Frage der europäischen Staaten. Was man in Berlin, Paris, Wien, London & Co. städtebaulich benötigte, und das dringend, waren industriell schnell und effizient zu schaffende Wohnungen. Wohnungen für Millionen Menschen.

Die Jugendstil-Architektur, bei der der Bau eines einzigen Hauses personelle und materielle Ressourcen vermutlich entsprechend einiger Mietskasernen verschlungen haben dürfte, beantwortete keine einzige der drängenden Fragen der Zeit überzeugend. Der Jugendstil war ein Anachronismus am Tag seines Entstehens, und so war schon sein Name eigentlich ein Inaptonym.
Unbekannt war das den Zeitgenossen damals nicht. Kritik regte sich schnell. Dem Wiener Architekt Adolf Loos wird mit Blick auf die Ressourcenverschwendung sinngemäß zugeschrieben: „Jedes Ornament ist ein Verbrechen“.

Dann kam die europäische Ur-Katastrophe des I. Weltkrieges über den Kontinent, nachgefolgt von schwersten Wirtschaftskrisen. Für die lustigen Spielereien des Jugendstils hatte in ganz Europa nun erst recht niemand mehr die geringste Muße, weder mentale noch ökonomische. Die Menschen hatten jetzt andere Sorgen. Der Jugendstil, vorher schon mangels Sinnhaftigkeit schwer angeschlagen, war nun endgültig erledigt.
Und heute? Sehen wir in Städten wie Barcelona und Brünn, Brüssel und Riga zahlreiche bemerkenswerte Bauten, in die seinerzeit viele reiche Leute viele Ressourcen und viele Arbeiter viel Arbeitskraft reingesteckt haben dürften, die aber schon damals relativ zum Aufwand wenig Nutzen hatten. Und heute? Sind sie ganz nett anzusehen. Das ist es dann aber auch.3 Insofern passt der Jugendstil zu der Funktion, welche Barcelona heute auch als Touristenmetropole erfüllt.

Es geht auch anders
Und wenn es Ihnen alles zuviel wird mit dem Jugendstil in Barcelona, dann besuchen Sie in der Nähe des über-monumentalen Plaça d’Espanya, gestaltet im neoklassizistischen Noucentisme, auf dem Gelände der Weltausstellung 1929 am Hügel Montjuïc den (in den 80ern wiederaufgebauten) Deutschen Pavillon, entworfen von der deutschen Bauhaus-Ikone Ludwig Mies van der Rohe.
Da bekommen Sie das genau Gegenstück zum Jugendstil, nämlich eine ordentliche Dosis Sachlichkeit pur (die nackte Schöne Der Morgen von Georg Kolbe gibt’s kostenlos dazu). Das erdet wieder:

Theft & Crime
Thema Sicherheit: Die Armutsmigration hat auch in Barcelona ihre Spuren hinterlassen (Merz würde vom „Stadtbild“ sprechen). Gleichwohl berichtet der Wanderer für diesen Aufenthalt: keinerlei negativen Erkenntnisse; Köln und Frankfurt sind gefährlicher. Taschendiebstahl scheint, so heißt es allerorten, allerdings wohl ein Problem zu sein, dem Wanderer ist allerdings nichts aufgefallen. Eine Festnahme im Gòtic konnte er beobachten (schritt aber nicht ein).

Nicht nur Haben-Seite

Und die Schattenseiten der Stadt? Die gibt es auch. Die tatsächliche und v.a. gefühlte Größe dieser international renommierten Metropole ist schon erwähnt worden, ebenso der überbordende Tourismus, der derartig ausgeprägt ist, dass es zuweilen schon den Touristen selber unangenehm ist. Wahrhaftig: Gegen Barcelona ist Palma de Mallorca ein beschauliches, authentisches Städtchen. Und der schon mehrfach bemühte Vergleich mit Paris: die gigantomanischen Avenidas, der intensive Verkehr, die vielen imperialen Prachtbauten im Stil des neoklassizistischen Noucentisme – schön und gut, aber gemütlich ist anders.
Und da ist noch etwas: die Tauben. Egal wo sie sind, im engen Gràcia, Gòtic oder Borne oder auf dem herrschaftlichen Passeig de Gràcia (der stark an die Champs-Élysées erinnert): Sie können in keinem Straßencafé sitzen, ohne von ihnen regelrecht umarmt zu werden. Gemeinsam mit dem üblichen Straßenstaub und den Abgasen entsteht eine Gemengelage, die, nun ja, sagen wir es mal so: Luftkurort ist anders.
Den Tauben – an sich propere, ganze nette Tiere – sieht man deutlich an, wie fast immer in Großstädten, dass sie praktisch alle krank sind. Für Mensch wie für Tier eine unschöne Lage. Keine Ahnung, ob die Verwaltung etwas gegen die Plage unternimmt. Fest steht: Die Stadt Barcelona würde ihr Standing massiv aufwerten, würde sie der Sache Herr.

Und wie fast alle spanischen Städte leidet auch Barcelona (trotz der guten U-Bahn) an zuviel Individualverkehr. Fahren Sie bloß nicht mit dem Auto in diese Stadt! Freilich, das Problem des Verkehrsinfarktes hat Barcelona aber nicht exklusiv, man findet man es auch in kleineren spanischen Städten wie zum Beispiel Girona, erst recht in Palma (hier dargelegt); der Verkehr ist in weiten Teilen Spaniens schon etwas von ein Landplage.
Fazit: von internationalem Rang, aber keine leichte Braut

Die katalanische Metropole ist eine enorm vitale Großstadt von erstem internationalem Rang, nicht mehr und nicht weniger. Dass sie jeden Besuch wert ist, muss wohl nicht betont werden, und das wusste ein jeder auch vor diesem Beitrag. Die Stadt hat endlos viel mehr zu bieten, als das, was sich hier auf die Schnelle zusammentragen ließ. Dieser Beitrag kann sich nur auf ganz wenige, punktuelle Aspekte beschränken (wie gesagt, 36h abzgl. 7h Schönheitsschlaf). So fehlt bspw. hier alles zur Küste der Stadt, die der Wanderer nur kurz in Augenschein nehmen konnte (aber gut, wer an das spanische Mittelmeer will, der wird zu diesem Zweck kaum nach Barcelona reisen), von irgendwelchen Museumsbesuchen ganz zu schweigen. Man könnte Wochen hier verbringen, ohne dass es langweilig würde.
Für diejenigen, die keine routinierten Barcelona-Fahrer sind und ebenfalls nur wenig Zeit vor Ort haben, sei die Eingangsempfehlung wiederholt: geplant, punktuell und sukzessive vorgehen – sonst bleibt die spröde Doña eine spröde Doña.
However, wenn Sie nach der Metropole gleichwohl Erholung brauchen: Die Costa Brava, grün wie die Eifel, ist wunderbar, und hier nur zwei Optionen, beide nach Nordost, also Richtung Frankreich:
Erstens: Steigen Sie in den Schnellzug Renfe Avant und fahren Sie unter 45 Min. ins ca. 100 km entfernte Girona. Hübsche Altstadt, gute Gastronomie und für Fachleute: eine der ersten Radsporthochburgen der Welt (dort gibt es außerdem einen Airport mit Verbindungen zu einigen wenigen deutschen Flughäfen).

Zweitens: Steigen Sie in einen Moventis-Bus und fahren Sie unter 1h ins 100km gelegene Lloret de Mar. Lloret de Mar? Wie jetzt? Dieser schreckliche Ort, wo sich nur Abiturienten bis ins Koma saufen? Diese singuläre Einschätzung könnte falscher nicht sein. Hier nur soviel: Besseres Wasser als in Lloret de Mar werden Sie in diesem unserem Mare Nostrum nur schwer finden.

Doch dies nur am Rande, denn zu beiden genannten Destinations im Frühling mehr auf dieser Plattform.

1) Der Wanderer war 1994 das erste Mal in Barcelona und seitdem zwei oder drei Male; aber immer nur für wenige Stunden oder Tage. Die Stadt war ihm also nicht völlig fremd, aber doch alles andere als vertraut. Übrigens: 1994 dominierte in der Öffentlichkeit das Spanische mit echter Ausschließlichkeit. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert, mittlerweile gibt es praktisch nur noch Catalan. Heutzutage fragt man sich zuweilen, ob man die Leute besser auf Spanisch oder gleich auf Englisch ansprechen soll – wirkt hier doch beides ein wenig wie eine Fremdsprache.
Übrigens: Wer Spanisch und Französisch gleichermaßen kann, der wird zumindest geschriebene Texte verstehen können. Ob die Sprache ansonsten zu den schönen gehört, besonders in ihrem Klang, da kann man geteilter Meinung sein. Aber eines steht für den Wanderer fest: Das Katalanische verfügt von allen Sprachen auf der Welt über die schönste, leichteste, freundlichste Art, einen Guten Morgen zu wünschen – Bon Dia!
2) Man könnte hier vielleicht auch noch Expressionismus und Neue Sachlichkeit/Bauhaus nennen. Doch beide konnten bereits auf dem zuvor vollzogenen Bruch mit dem Historismus und auf Entwicklungen eben des Jugendstils und der frühen Moderne aufbauen; ob sie also wirklich so umfassende Neuentwicklungen waren, darüber kann man streiten. Beim Jugendstil nicht. Da steht es fest.
3) Dass der Jugendstil in der Kunst Scheußlichkeiten wie Gustav Klimmts Der Kuss hervorgebracht hat, ist da nur eine Randnotiz.
Anm.: Alle Empfehlungen in diesem Beitrag ohne jede Gegenleistung der genannten Einrichtungen, die sämtlich nichtmal wussten, dass der Wanderer als ihr Gast Journalist ist bzw. Reiseberichte veröffentlicht.
Anm. 2: Alle Fotos Pascal Bazzazi außer die Luftaufnahme von Eixample.
In der Reihe Länder- und Städteberichte Deutschland und Europa sind im PENSIONS●INDUSTRIES-Feuilleton zwischenzeitlich bereits erschienen: Barcelona – in 36 Stunden Binz, Prora und Sellin auf Rügen London – Bermondsey und Borough Market Kreta – die Hauptstadt und der Süden 2come soon:
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Donousa in der südlichen Ägäis
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