Just erst wurde an dieser Stelle von dem Stabwechsel im Vorstandsressort Kapitalanlage der einen KZVK berichtet, und nur wenige Tage später wird der analoge Generationenwechsel bei der anderen KZVK vermeldet – diesmal aber nicht im Rheinland, sondern in Westfalen.
Erst am Dienstag hatte PENSIONS●INDUSTRIES über die Nachfolgeregelung im Vorstandsressort Kapitalanlage der (katholischen) KZVK in Köln berichtet, schon wird Analoges für die (evangelische) KZVK in Dortmund vermeldet:
Dortmund: Auf Gerdes folgt Grisar

Wie die Institutional Money gestern ausführte, hat auch die KZVK Dortmund (und die mit ihr in Personalunion geführte VKPB) den Generationenwechsel im Vorstandsressort Anlage festgezurrt – allerdings anders als in Köln per interner Nachfolge:
Dem Bericht zufolge wird Vorstand Wolfram Gerdes zum Jahresende in den Ruhestand gehen und Katharina Grisar – derzeit Chefin des Risikomanagements und des Controllings der beiden Kirchlichen Kassen – das Amt übernehmen.
Beide lang dabei
Grisar ist bereits seit rund zwei Jahrzehnten bei den beiden Einrichtungen tätig.
Der am Massachusetts Institute of Technology promovierte Mathematiker Wolfram Gerdes – im Frühling 2025 saß er auf dem Podium der Cologne Confidential Vol. 3 – blickt auf über drei Jahrzehnte Investmenterfahrung in Asset Management und Versicherungswesen zurück, davon fast 14 Jahre in seiner jetzigen Funktion als Kapitalanlagevorstand der KZVK und VKPB in Dortmund.

In früheren Positionen war er als Kapitalanlage-Vorstand für die Württembergische Versicherung und als Chef der Cominvest Asset Management sowie für die Allianz Pimco Asset Management tätig. Vor seinem Wechsel in die Finanzwirtschaft lehrte und forschte er mehrere Jahre an der Brandeis University in Massachusetts. Privat frönt Gerdes dem Ausdauersport und dem Geigenspiel.
Exits, Contis und Chicago
Wer sich für die Gerdes’ Investmentphilosophie, für seinen Blick auf die Dinge unseres Parketts interessiert, dem sei das ausführliche Interview empfohlen, das der P●I– Herausgeber mit Gerdes 2025 geführt hat – als Director’s Cut verfügbar hier.
Nur zwei der zahlreichen prägnanten Grundsätze, die Gerdes dort formuliert hat:
Zum Thema Real Estate:
„Wie viele Investoren müssen den Kauf dieses Parkhauses in Chicago eigentlich schon abgelehnt haben – von Illinois über ganz Nordamerika und dann Europa –, bis dieses Angebot hier bei mir in Dortmund auf dem Tisch landet?“
Zum Thema Private Equity bzw. Contis versus Exits:
„Die Exit-Kompetenz ist eines der wichtigen Kriterien für einen Private Equity Manager.“
Die KZVK Dortmund
„Wir sind der Altersversorger für Kirche und Diakonie“ – so lautet der Leitsatz einer der beiden Kassen, der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen. Gegründet 1955 von der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche im Rheinland, unterliegt die Kasse bis heute der Aufsicht der Leitung dieser beiden Kirchen; die allgemeine staatliche Aufsicht führt die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die andere Kasse ist die VKPB, die Gemeinsame Versorgungskasse für Pfarrer und Kirchenbeamte. Seit 1998 werden beide Kassen zusammen organisatorisch wie eine gemeinsame Einrichtung geführt.
Circa 250 Menschen arbeiten heute am Standort Dortmund für die Sicherstellung der zusätzlichen Altersvorsorge für rund 650.000 Versicherte und über 100.000 Rentnerinnen und Rentner bei ca. 3.500 beteiligten kirchlichen Einrichtungen und die 8.000 Pensionäre bzw. zukünftigen Pensionäre der beteiligten Landeskirchen. Insgesamt verwaltet man ca. 19 Milliarden Euro (Mitte 2025).




















