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P●I-Advertorial Pensions & Assets – End-to-End-Prozesse in der bAV-Verwaltung:

The Catcher in the Flow

In der bAV beginnen viele Prozesse weiterhin mit einem Dokument – häufig papierbasiert oder als unstrukturierte E-Mail. Wie in der Folge digitale Posteingangsverarbeitung und Workflow-Automatisierung zusammenspielen, wie dies tief integriert geschieht, während die Sachbearbeitung sich auf Sonderfälle und fachliche Prüfungen konzentriert und nicht mehr auf Datenerfassung, und wie dies in der Praxis aussieht, erläutert Jens Gustenhoven.

Steigendes Volumen, steigende Komplexität – und wachsende Erwartungen

Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung, Sozialträger, kirchliche Versorgungskassen und große Arbeitgeber stehen im Pensionswesen vor ähnlichen Herausforderungen:

Zunehmende Renteneintritte durch demographischen Wandel

Hohe regulatorische Anforderungen an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit

Steigende Serviceerwartungen von Beschäftigten

Fachkräftemangel in HR- und Verwaltungsbereichen

Gerade in Organisationen mit mehreren tausend Versorgungsanwärtern entstehen jährlich hunderte bis tausende Vorgänge rund um:

Neue Versorgungszusagen

Meldungen zum Renteneintritt

Leistungsänderungen

Hinterbliebenenleistungen

Viele dieser Prozesse beginnen weiterhin mit einem Dokument – häufig papierbasiert oder als unstrukturierte E-Mail oder als Ticket.

Wo klassische bAV-Prozesse heute an Grenzen stoßen

Typischer Ablauf in der Praxis:

1. Eingang eines Antrags (Post, E-Mail, Upload, Ticketsystem)

2. Manuelle Sichtung und Klassifizierung

3. Datenerfassung im bAV-Verwaltungssystem

4. Prüfung durch Sachbearbeitung

5. Erstellung von Rentenbescheiden

6. Archivierung und Dokumentation

Die Herausforderungen dabei:

Medienbrüche zwischen Dokumenteneingang und Fachsystem

Manuelle Datenerfassung mit Fehlerpotenzial

Hohe operative Belastung, insbesondere bei Lastspitzen

Begrenzte Transparenz über Bearbeitungsstände

Studien zur Verwaltungsdigitalisierung zeigen, dass in dokumentengetriebenen Prozessen bis zu 60% der Bearbeitungszeit auf Erfassung, Suche und manuelle Validierung entfallen.

Jens Gustenhoven, ER-AG.

Gleichzeitig erwarten die Beschäftigten schnelle und transparente Rückmeldungen – gerade beim Übergang in den Ruhestand.

End-to-End-Prozesse als strategischer Ansatz in der bAV-Verwaltung

Ein zunehmend diskutierter Ansatz ist die konsequente Gestaltung von End-to-End-Prozessen – vom Eingang eines Dokuments bis zur revisionssicheren Archivierung.

Bausteine eines integrierten Modells:

1. Digitale Posteingangsverarbeitung (Multikanal)

Erfassung von Papierpost durch Dienstleister für Inputmanagement (Sicherstellung der richtigen Verarbeitung, Aufbereitung und Qualität)

Integration von E-Mail- und Upload-Kanälen

Zentrale Eingangsbündelung

2. KI-gestützte Klassifikation und Datenextraktion

Automatische Erkennung des Vorgangstyps (z.B. „Eintritt in den Ruhestand“)

Extraktion strukturierter Daten (Personendaten, Rentenbeginn, Vertragsnummern)

Bereitstellung über eine SaaS-Plattform

3. Integration in das bAV-Verwaltungssystem

Übergabe strukturierter Daten über standardisierte Schnittstellen

Automatisierter Start eines definierten Workflows

4. Regelbasierte Weiterverarbeitung

Plausibilitätsprüfungen

Berechnung von Leistungen

Automatische Erstellung von Rentenbescheiden

5. Revisionssichere Archivierung

Vollständige Dokumentation des Vorgangs

Nachvollziehbarkeit für Revision und Aufsicht

Konkreter Nutzen für große Organisationen

Gerade für Krankenkassen, Versorgungseinrichtungen und Unternehmen mit mehr als 500 MA ergeben sich messbare Effekte:

Effizienzsteigerung

Reduktion manueller Datenerfassung

Entlastung von Sachbearbeitung bei Routinevorgängen

Skalierbarkeit bei steigendem Antragsvolumen

Qualitätsverbesserung

Standardisierte Prozessschritte

Weniger Übertragungsfehler

Klare Verantwortlichkeiten und Statusverfolgung

Compliance und Transparenz

Lückenlose Dokumentation

Unterstützung bei Prüfungen und Audits

Einheitliche Archivierungslogik

Serviceorientierung

Schnellere Bescheiderstellung

Bessere Auskunftsfähigkeit gegenüber Versorgungsberechtigten

Höhere Planbarkeit bei Rentenübergängen

Praxisbeispiel: Der Prozess „Eintritt in den Ruhestand“

Ein typischer Use Case:

Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter meldet den Renteneintritt per Formular oder E-Mail.

Das Dokument wird zentral digital erfasst und automatisiert klassifiziert.

Relevante Daten werden extrahiert und strukturiert ins bAV-System übertragen.

Der Workflow „Rentenbeginn“ startet automatisch.

Nach erfolgreicher Prüfung wird der Rentenbescheid systemseitig erzeugt und archiviert.

Die Sachbearbeitung konzentriert sich auf Sonderfälle und fachliche Prüfungen – nicht auf Datenerfassung.

Strategische Fragen für Entscheider

Für Einrichtungen der bAV und große Arbeitgeber stellt sich weniger die Frage, ob Prozesse digitalisiert werden, sondern wie integriert dies geschieht.

Parradee Kietsirikul/istockphoto.com

Leitfragen können sein:

Wo entstehen heute Medienbrüche zwischen Dokumenteneingang und Fachsystem?

Wie hoch ist der Anteil manueller Datenerfassung?

Welche Vorgangstypen eignen sich für eine weitgehende Automatisierung?

Wie kann eine revisionssichere, durchgängige Dokumentation sichergestellt werden?

Ein strukturierter End-to-End-Ansatz – der digitale Posteingangsverarbeitung, KI-gestützte Datenextraktion und automatisierte bAV-Workflows kombiniert – kann hier ein zukunftsfähiges Modell darstellen.

Fazit

End-to-End-Prozesse in der bAV-Verwaltung bieten insbesondere für große Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen sowie für kirchliche und unternehmensnahe Versorgungseinrichtungen erhebliches Potenzial.

Durch die Integration digitaler Dokumentenverarbeitung und automatisierter Fachprozesse lassen sich Effizienz, Qualität und Transparenz gleichermaßen verbessern – bei gleichzeitig steigenden regulatorischen Anforderungen.

Für Entscheider in HR, Verwaltung und IT wird damit die Prozessarchitektur rund um die bAV zunehmend zu einem strategischen Handlungsfeld.

Die Entgelt und Rente AG und die Tropper Data Service AG, ein Dienstleister für Inputmanagement, werden künftig enger zusammenarbeiten, um Organisationen ganzheitliche Lösungen für die Digitalisierung ihrer bAV-Prozesse anzubieten.

Der Autor ist Vertriebsvorstand der Entgelt und Rente AG.

Mehr zu dem zur heutigen Headline anregenden Kulturstück findet sich hier.

Advertorial mit freundlicher Unterstützung von:

Kontakt:
Jens Gustenhoven
Vertriebsvorstand
Entgelt und Rente AG

Katzbergstraße 3a
40764 Langenfeld
Tel.: +49 2173 93778 80
Mail: jens.gustenhoven@er-ag.de
Web: https://er-ag.de/

Von Jens Gustenhoven sind bereits auf PENSIONSINDUSTRIES erschienen:

End-to-End-Prozesse in der bAV-Verwaltung:
The Catcher in the Flow
von Jens Gustenhoven, 5. März 2026

Pensionsabrechnung und bAV in Deutschland effizient auslagern:
Konzentration auf das Wesentliche ...
von Jens Gustenhoven, 17. September 2025

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von Jens Gustenhoven, 20. März 2025

Zwischen ZfDR, Entgeltabrechnung und Steuer-ID:
Die Digitale Rentenübersicht kommt!
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Jetzt das bAV-Management mit einer leistungsfähigen Systemlösung digitalisieren:
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Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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