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Live aus Stockholm (XIII) – Schweden vor den Reichstagswahlen:

Und Jimmie geht zum Regenbogen?

Eher Spießrutenlauf als Spaziergang, ein Kaffee mit Folgen und eine Umarmung mit Konsequenzen: Wahlen allerorten, vorgestern in Sachsen-Anhalt, in Kürze in Meck-Pomm und Berlin, die Mid-Terms in den USA – und am kommenden Sonntag geht Schweden, das ewige Rentenvorbild Deutschlands, landesweit an die Wahlurnen. Gerade mit Blick auf Rechtsaußen erinnert die vertrackte Lage an Deutschland – doch so manches läuft im Norden geradezu komplett anders. Wen interessiert da noch die Rente? Reiner Gatermann berichtet aus der Hauptstadt über Konstellationen, wie sie komplizierter kaum sein könnten.

Noch Anfang August sah alles recht eindeutig aus: Nach den Parlamentswahlen am 13. September werde Schweden eine neue Regierung unter Führung der derzeit noch oppositionellen Sozialdemokraten und ihrer Vorsitzenden Magdalena Andersson haben. Die Umfrageergebnisse sahen über einen längeren Zeitraum die Opposition klar in Front mit zeitweise einem Vorsprung von rund zehn Prozentpunkten. Andersson fühlte sich so sicher, dass sie bereits das Stockholmer diplomatische Corps zu einem Gespräch über ihre künftige Politik in die Parteizentrale einlud.

Der schwedische Reichstag in Stockholm. Foto: Baz.

Doch schnell können sich die Zeiten ändern, nicht zuletzt – oder eher: vor allem – in der Politik. Laut jüngsten Umfragen hat die Regierungskoalition stark aufgeholt, einer Zusammenstellung mehrerer Institute zufolge liegt die Opposition nur noch mit 6,5 Prozentpunkten vorn, in einer anderen Umfrage sind es sogar nur noch 4,7. Aber wer auch immer als Sieger am 13. September feststeht, die folgenden Koalitionsverhandlungen werden eher ein Spießrutenlauf als ein Spaziergang sein, insb., wenn die Opposition das Rennen macht.

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Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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