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SONDERMELDUNG – Metzler PM übernimmt Nürnberger PF:

Frankfurter kaufen in Franken

Die Pensions-Division der Privatbank erwirbt den Pensionsfonds der Nürnberger Versicherung und gewinnt etwas Volumen. Der Versicherer wiederum trennt sich von einem Geschäftsfeld, in dem er offenbar nicht recht reüssieren konnte.

Im fünften deutschen bAV-Durchführungsweg kommt es zu einer Konsolidierung: Wie das Bankhaus Metzler soeben bekannt gegeben hat, erwirbt die Metzler Pension Management GmbH die Nürnberger Pensionsfonds AG von der Nürnberger Lebensversicherung AG.

Metzler übernimmt damit voraussichtlich zum 1. Januar 2025 den gesamten Bestand an Versorgungsverhältnissen des 2005 gegründeten Vehikels aus Nürnberg.

Die Größenordnungen des Übernahmeobjektes sind verhältnismäßig überschaubar: per Ende 2023 mehr als 700 Unternehmen mit circa 3.600 individuellen Versorgungsverhältnissen und einer Kapitalanlagesumme von gut 290 Mio. Euro. Ein Merger of Equals ist das also nicht, der Metzler PF ist zwar 9 Jahre jünger, dafür mit ca. 7. Mrd. Euro Kampfgewicht aber mehr als 20x so groß. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Christian Remke, Metzler.

Die Betreuung bereits bestehender Kundenverhältnisse des Nürnberger Pensionsfonds werde mit dem Verkauf der Gesellschaft an Metzler Pension Management unverändert fortgeführt, teilten die Frankfurter mit. „Gerade für KMU sind regionale Betreuung und persönliche Beziehung wichtig. Daher wollen wir auch weiterhin mit den bestehenden Partnern zusammenarbeiten, die bereits für die Kundenansprache und Betreuung verantwortlich sind. Oberste Priorität hat dabei für uns, die hohe Betreuungsqualität fortzuführen“, kommentiert Christian Remke, Vorstand des Metzler Pensionsfonds.

Strategie auf Käufer- …

Metzler Pension Management nennt als strategische Motivlage der Akquisition:

  • Erweiterung des bAV-Angebotes und Ausbau der starken Marktposition.

  • Strategische Zielgruppenerweiterung von Metzler Pension Management auf KMU, auch in Sachen Auslagerung.

  • Kombination eines bewährten Geschäftsmodells mit den eigenen Stärken und Kompetenzen.

  • Wesentlicher Fortschritt im Rahmen der eigenen Bankstrategie.

Die Transaktion, so das Bankhaus weiter, sei ein weiterer wesentlicher Schritt in der Umsetzung der im vergangenen Jahr weiterentwickelten Unternehmensstrategie mit dem Ziel, langfristiges und nachhaltiges Wachstum zu stärken und über alle vier Geschäftsfelder hinweg gezielt zukunftsträchtige Bereiche weiterzuentwickeln. So hat das Asset Management jüngst eine Kooperation für Infrastruktur-Investments angekündigt.

Franz von Metzler, Metzler.

„Wir haben eine klare Wachstumsstrategie, die wir Schritt für Schritt umsetzen“, sagt Franz von Metzler, für das Asset- und Pension Management zuständiger Vorstand des Bankhauses Metzler. „Dabei geht es uns nicht um kurzfristige Erfolge, sondern um nachhaltige Ergebnisse. Unser Pension Management ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. bAV wird für Unternehmen in den kommenden Jahren signifikant an Bedeutung gewinnen. Metzler ist bestens positioniert, um dieses Potenzial zu heben und echten Mehrwert für Kunden zu bieten.“

Secondary Investments im Aufwind:
Mit dem Zweiten kauft man besser?

und auf Verkäufer-Seite

Der Nürnberger Konzern nennt eine „strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Kernkompetenzen“ als sein Motiv für die Veräußerung des (allein wohl zu kleinen) Fonds.

Katja Briones-Schulz, Nürnberger.

„Im Rahmen unserer Neuausrichtung konzentriert sich die Nürnberger auf ihre Kernkompetenzen. In der Lebensversicherung liegt der Fokus auf Einkommensschutz. In der privaten und betrieblichen Altersvorsorge verfolgen wir die Strategie des Smart Followers. Der Pensionsfonds, der im Gegensatz zu den anderen bAV-Durchführungswegen weitestgehend nicht-versicherungsförmig gestaltet ist, passt perspektivisch nicht mehr in unsere Produktpalette“, sagt Katja Briones-Schulz, Vorstand Personenversicherung bei der Nürnberger.

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

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