Das Forum für das institutionelle deutsche Pensionswesen


P●I am Nachmittag – Menschen to mention (CXXIII):

Köln, Kronberg, Frankfurt

Heute Nachmittag drei aktuelle Parkettbewegungen: Einer der größten deutschen Asset Manager unternimmt an seiner Spitze den Generationenwechsel, einer der größten Asset Manager verstärkt sich mit einem auf unserem Parkett prominenten Neuzugang, und einer der größten schweizerischen Versicherer vermeldet für Deutschland einen neuen CIO.

Nach der jüngsten Personalmeldung hier just heute bekannt gegebene Parkettbewegung auf PENSIONSINDUSTRIES:

Kronberg: Pfahls im Team Murmann

Prominenter Neuzugang im Taunus: Fidelity International hat Rita Pfahls als neue Institutional & Pension Client Specialist engagiert. Im Workplace Consulting Team von Wolfgang Murmann soll Pfahls die Weiterentwicklung des Geschäfts mit Institutionellen mit Schwerpunkt auf Anlage- und Risikomanagement unterstützen.

Rita Pfahls, Fidelity International.

Pfahls ist seit über zwei Jahrzehnten im institutionellen Asset Management tätig, davon viele Jahre in leitenden Funktionen, u.a. bei Universal Investment und Franklin Templeton. Zuletzt arbeitete sie als Partnerin bei Indigo Headhunters, wo sie institutionelle Kunden und Finanzdienstleister zu Recruiting-Strategien und Markttrends beriet und Executive-Search-Projekte leitete.

Pfahls gilt auf dem Parkett als erfahren und hervorragend vernetzt. Dominik Schneider, Head of Relationship Management and Client Service Delivery, Workplace Investing, betonte in einem Statement ihre „tiefe Marktkenntnis, langjährige Vertriebserfahrung und Verständnis für die Anforderungen großer Anleger sowie Expertise im Umgang mit komplexen Strukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

Fidelity International, Teil der inhabergeführten Fidelity-Gruppe, verwaltet – namentlich im Pensionswesen – weltweit knapp 1. Bio. USD (Fidelity insg. fast 6 Bio USD AuM) für mehr als 2,8 Mio. Kunden, darunter Zentralbanken, SWF, große Unternehmen, Finanzinstitute, Versicherungen, Vermögensverwalter und Privatanleger außerhalb Nordamerikas. In Deutschland ist das Haus seit 1992 tätig und verwaltet mit mehr als 450 MA über 80 Mrd. Euro.

Frankfurt: von Reinke zu Haagmann

Mit Datum heute hat André Haagmann wie annonciert den Vorstandsvorsitz der Union Investment übernommen. Der 53-Jährige folgt damit auf Hans Joachim Reinke, der 16 Jahre an der Spitze des Unternehmens gestanden hat.

André Haagmann, Union Investment.

Als CEO übernimmt Haagmann die bisherigen Zuständigkeiten seines Vorgängers darunter Konzernstrategie, Finanzen sowie die Bereiche Corporate Communications, Revision, Vorstandsstab und Beteiligungen der Union Asset Management Holding AG. Darüber hinaus verantwortet er weiterhin das institutionelle Geschäft, für das er bereits seit 2022 als Vorstand zuständig ist.

Auch Haagmann ist seit zwei Jahrzehnten dabei, 2006 startete er bei der Union Investment als Leiter der Konzernentwicklung. 2015 wurde er in die Geschäftsführung der Union Investment Institutional GmbH berufen, 2019 übernahm er die Leitung des Segments Institutionelle, bevor er drei Jahre später in den Vorstand aufrückte. Zuvor war Haagmann Oliver Wyman tätig.

Die Union Investment, gegründet 1956 von mehr als einem Dutzend Genossenschaftsbanken und einigen wenigen Privatbanken, vereint heute unter ihrem Dach zahlreiche Tochterunternehmen, beschäftigt ca. 4.400 Menschen und verwaltet für mehr als fünf Mio.Kunden ca. 500 Mrd. Euro AuM.

Köln: Martin Justen CIO der Zurich Gruppe Deutschland

Zum heutigen Datum tritt Martin Justen auch offiziell sein Amt als Chief Investment Officer der Zurich Gruppe Deutschland in Köln-Deutz an (er verantwortet diese Funktion bereits ad interim, seit Vorgängerin Tatjana Helbing zum Jahresanfang die Position des Regional CIO Europe/Middle East des Konzerns übernommen hat).

Martin Justen, Zurich.

Der 40jährige Betriebswirt Justen, akademisiert in Köln und Singapur, ist seit 2020 im Konzern; zuletzt leitete er die Abteilung Business Strategy & Operations in Investment Management, damals kommend von Deloitte, wo er zuletzt als Senior Manager im Asset Management mit Schwerpunkt auf großen Transformationsprojekten und Business Strategie Institutionelle beriet. Vorherige Stationen waren SocGen und UBS.

Die Zurich Gruppe Deutschland, gegr. bereits 1875 in Berlin, gehört zur weltweit tätigen Zurich Insurance Group. Beitragseinnahmen 2024 knapp 6 Mrd. Euro, Kapitalanlagen von mehr als 52 Mrd. Euro und rund 4.600 MA: Damit zählt die Zurich auch in Deutschland zu den großen Assekurranzen.

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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