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Menschen to mention (CXVI):

Ende und Anfang in Stuttgart …

außerdem hat ein Asset Manager eine neue EMEA-Spitze berufen und eine Privatbank zwei Zentralbereiche neu aufgestellt. Das Redaktionsjahr auf PENSIONSINDUSTRIES beginnt heute mit dem ersten und morgen mit dem zweiten Teil über aktuelle Parkett-Bewegungen, und beide Male geht es um die höheren Etagen.

Nach der Meldung zu der Berufung von Klaus Stiefermann in die Spitze von PensionsEurope startet das Redaktionsjahr auf PENSIONSINDUSTRIES heute und morgen in zwei Teilen mit Bewegung auf unserem Parkett:

Stuttgart: Ende einer bAV-Ära

Die Aussage ist wohl nicht übertrieben, dass in der bAV der Stuttgarter Gruppe eine Ära zu Ende gegangen ist: Nach mehr als zwei Jahrzehnten Engagement für die Stuttgarter und deren bAV hat sich Henriette Meissner zum Jahresende 2025 in den Ruhestand verabschiedet. Die promovierte Altphilologin und bAV-Rentenberaterin war seit 2005 an Bord und bis zuletzt als Geschäftsführerin der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH und Generalbevollmächtigte für die bAV der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. tätig.

Henriette Meissner, ehem. Stuttgarter. Foto: Sandra Wildemann.

Die Nachfolge ist bereits – und eigentlich schon seit zwei Jahren – geregelt: Per Protoschill übernimmt nach ihrem Ausscheiden die Geschäftsführung der GmbH.

Meissner hat nicht nur die Expertise und Position der Stuttgarter als Pensions-Akteur maßgeblich mitgeprägt, sondern ihr Einsatz reicht weit darüber hinaus: Als aba-Vorstandsmitglied und Leiterin der (unter ihrer Ägide neugegründeten) Fachvereinigung U-Kassen – das Amt übergab sie im vergangenen Mai an Samir Koudhai von der Deutschen Lufthansa – war sie auch in der Gremien- und Verbandsarbeit viele Jahre an vorderster Front dabei.

Bekannt auch ihr Einsatz für die Weiterbildung in der bAV. So ist sie nicht nur Dozentin im Studiengang bAV-Betriebswirt und Leiterin des Fachkreises bAV bei der Deutschen Maklerakademie (DMA) sowie Mitherausgeberin des Kompass bAV und Vorsorge, sondern rief auch den Stuttgarter bAV-Preis ins Leben: Seit 2012 werden Abschlussarbeiten im Rahmen des Studiengangs Betriebswirt/-in bAV der Hochschule Koblenz prämiert, die sich durch Qualität und Praxisrelevanz auszeichnen.

Guido Bader, Vorstandschef der Stuttgarter, würdigte Meissner: „Mit ihrer Fachlichkeit, Beharrlichkeit und Orientierung an praktischer Umsetzbarkeit hat Frau Meissner maßgebliche Standards bei uns und in der Branche gesetzt.“

Seit April 2024 bildete Meissner gemeinsam mit Protoschill eine Doppelspitze in der Geschäftsführung der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH. Schon damals wurde Protoschill – Betriebswirt bAV (FH), Buchautor und Lehrbeauftragter – mit Blick auf den absehbaren Ruhestand Meissners an die Spitze der Gesellschaft berufen. Seit Jahresbeginn führt er diese nun allein.

Per Protoschill, Stuttgarter. Foto: Stuttgarter.

Übrigens: Ganz verzichten muss die deutsche bAV auf Meissner nicht, wird sie diese künftig doch als freie Autorin für PENSIONSINDUSTRIES dem Parkett erhalten bleiben.

Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. ist als Muttergesellschaft der Stuttgarter Versicherungsgruppe VVaG ist fokussiert auf Vorsorgelösungen in der Lebens- und Rentenversicherung sowie die Unfallversicherung.

Kronberg: neue EMEA-Chefin

Samantha Ricciardi, Fidelity International.

Samantha Ricciardi, derzeit CEO Santander AM, wird im März die EMEA-Leitung bei Fidelity International übernehmen, Sitz in Madrid. Ihre Ernennung folgt auf die Entscheidung von Christian Staub, von seiner aktuellen Rolle zurückzutreten und in eine beratende Funktion zu wechseln, wie Fidelity vermeldet.

Frühere Stationen Ricciardis waren leitende Positionen bei BlackRock, darunter Managing Director für EMEA sowie Country Head für BlackRock Mexiko.

Fidelity International, Teil der inhabergeführten Fidelity-Gruppe, verwaltet – namentlich im Pensionswesen – weltweit über 1. Bio USD (Fidelity insg. fast 6 Bio USD AuM) für mehr als 2,8 Mio. Kunden, darunter Zentralbanken, Staatsfonds, große Unternehmen, Finanzinstitute, Versicherungen, Vermögensverwalter und Privatanleger außerhalb Nordamerikas. In Deutschland ist das Haus seit 1992 tätig und verwaltet mit mehr als 450 Mitarbeitern über 70 Mrd. Euro.

Hamburg: neue Struktur in zwei Zentralbereichen

Laura Janssens, Berenberg.

Auch die Hamburger Privatbank hat umgebaut: Während der Zentralbereich „Investment Bank“ weiter von Laura Janssens (seit 2011 bei Berenberg) geleitet wird, hat Frederik Gottlob (seit 2016 bei Berenberg) zum Jahresbeginn den neuen Zentralbereich „Corporate, Wealth and Asset Management“ übernommen. Janssens und Gottlob werden Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung.

Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung hat Klaus Naeve, Leiter des Wealth and Asset Managements und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung, die Bank verlassen, um sich eine neue Herausforderung zu suchen, wie es heißt.

Frederik Gottlob, Berenberg.

Berenberg – gegründet 1590, damit Deutschlands älteste Privatbank, phG geführt, Sitz in Hamburg mit Präsenzen u.a. in Frankfurt, London und New York – fokussiert sich auf unabhängige Beratung in Wealth and Asset Management sowie auf lnvestment- und Corporate Banking und verwaltet heute ca. 40 Mrd. Euro AuM.

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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