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Menschen to mention (CXVII):

Von Staffelstäben, Generationen und Rochaden

Heute auf PENSIONSINDUSTRIES der zweite Teil Parkett-Bewegungen rund um den Jahreswechsel: Ein Versicherer hat den Generationenwechsel in zwei seiner Einrichtungen vorgenommen, ein Versorgungswerk klärt ebenfalls die Nachfolgeregelung in der Geschäftsführung, und auch ein IT-Adminprovider verschiebt an der Spitze.

Nach dem gestrigen ersten Teil der Berichterstattung zu aktueller Parkett-Bewegung heute wie angekündigt auf PENSIONSINDUSTRIES der zweite Teil:

Köln: Übergabe des Staffelstabs

Die KlinikRente, das Versorgungswerk für Einrichtungen im Gesundheitswesen, hat sich in der Geschäftsführung neu aufgestellt: Zum Jahreswechsel hat Adrian Santoro (47) die Geschäftsführung neu übernommen. Hubertus Mund (65), der KlinikRente über viele Jahre aufgebaut und geprägt hat, bleibt dem Versorgungswerk künftig als Senior Berater verbunden, wurde gestern vermeldet.

Adrian Santoro und Hubertus Mund, beide KlinikRente.

Der Geschäftsführerwechsel erfolge bewusst als „Staffelstab-Übergabe“, wie die KlinikRente schreibt, denn der neue Chef ist seit bereits gut vier Jahren als Direktor Vertrieb an Bord der KlinikRente. Santoro, Betriebswirt bAV, war zuvor in verschiedenen Positionen bei Allianz und Swiss Life tätig.

Die KlinikRente bietet seit 2002 vermittleroffen über ein Konsortium mit mehreren Versicherern betriebliche und private Vorsorgelösungen sowie die bKV für die Branche des Gesundheitswesens mit sechs Mio. Beschäftigten und begleitet über 6.400 angeschlossene Unternehmen. Seit Mitte 2023 gehört das Versorgungswerk zur Ecclesia, mit mehr als 3.100 Beschäftigten und einem platzierten Prämienvolumen von drei Mrd. Euro p.a. einer der größten deutschen Versicherungsmakler für Unternehmen und Institutionen.

München: Rochade an der Spitze

Der bAV-Admin-Provider Xempus hat seine Spitzengremien neu aufgestellt: Malte Dummel, bislang Co-CEO der Xempus AG und Mitglied der Geschäftsführung der Xempus Deutschland GmbH, hat zum Jahresbeginn die Rolle des CEOs beider Unternehmen übernommen.

Malte Dummel und Martin Bockelmann, beide Xempus.

Martin Bockelmann, Gründer und Co-CEO der Xempus AG, ist zeitgleich und gemeinsam mit Stefan Huber, Gründer der eVorsorge Systems GmbH und bisher in der Geschäftsführung der Xempus Deutschland GmbH, in den Aufsichtsrat gewechselt.

Köln: Generationenwechsel nach Jahrzehnten

Stefan Henk, Zurich.

Stefan Henk, bis dato Vorstandsvorsitzender der Versorgungskasse Deutscher Herold und Vorstand des Zurich Deutschland Vorsorgetrust e.V., ist zum Jahresende in den Vorruhestand eingetreten und wird künftig beratend auf eigener Basis in der bAV und bei rentennahen Übergangs- und Bridgingmodelle tätig sein. Über 36 Jahre war Henk in Diensten der Zurich Gruppe Deutschland.

Die Nachfolge ist bereits geklärt: Matthias Schuster, HR-Chef der Zurich Deutschland, ist zum 1. Januar in den Vorstand der Versorgungskasse Deutscher Herold eingetreten. Henks bisheriger Stellvertreter Armin Hildebrand hat den Vorsitz übernommen.

Matthias Schuster, Zurich.

Die Versorgungskasse ist mitbestimmt, und auch auf der Arbeitnehmerseite hat es zum 1. Januar eine Vorstandsänderung gegeben: Ralf Dieckmann ist nach mehr als 23 Jahren aus dem Gremium ausgeschieden, für ihn ist Arndt Schönowsky nachgerückt. Als Nachfolger Henks istSchuster außerdem als Vorstand und Mitglied des Pension Investment Committees im Zurich Deutschland Vorsorgetrust nachgefolgt.

Die Versorgungskasse der Deutscher Herold Versicherungsgesellschaften VVaG – konzernintern nur kurz VKI genannt – wurde in den 1930er Jahren zur Versorgung der Deutscher Herold-MA im Innendienst gegründet (daher das „I“ in der Abkürzung), ist nach einem Wechsel des bAV-Durchführungsweges aber seit 1997 für den Neuzugang geschlossen, hat aktuell noch rund 500 Anwärter (teilweise noch in Diensten Zurich) und 1.450 Leistungsempfänger bei einem Kampfgewicht von noch gut 130 Mio. Euro. Die Zurich hatte 2002 die Deutscher Herold Versicherungsgruppe von der Deutschen Bank übernommen.

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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