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aba-Pensionskassen-Tagung (I):

bAV kann das schon heute!

Gestern Morgen in Bonn am Rhein, auf die aba-Tagung Aufsichtsrecht folgt turnusgemäß die aba-Pensionskassen-Tagung – ebenfalls hybrid, also in Teilpräsenz. LEITERbAV wird von beiden Tagungen beizeiten ausführlich berichteten, gibt aber schon heute einige der Aussagen eines der wichtigsten Redner wieder.

 

Richard Nicka, BASF.

Zweiter Redner heute Morgen (nachdem gestern BaFin-Exekutivdirektor Frank Grund den Auftakt machte) in Bonn: Richard Nicka, Pensions-Chef der BASF S.E. und stellvertretender Vorsitzender der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V.. Hier seine wichtigsten Aussagen im lesefreundlichen Stakkato:

 

  • langfristige Zukunftssicherung des Rentensystems ist Herausforderung, der sich künftige Bundesregierung – egal in welcher Zusammensetzung – kurzfristig stellen muss.

  • Funktioniert nicht ohne Stärkung der kapitalgedeckten Altersversorgung; findet sich im Prinzip auch in unterschiedlicher Ausprägung schon in den Wahlprogrammen der möglichen Regierungsparteien.

  • Jedoch: Schub für die Kapitaldeckung wird mit Staatsfondsmodellen nicht gelingen, diese lassen zu viele Fragen offen. Weiteres Modell würde nicht zu Vorteilen führen, die man nicht auch innerhalb der bestehenden bAV-Möglichkeiten erreichen könne.

  • In der bAV stehen bereits durchdachte und erprobte Systeme zur Verfügung, über 20 Mio. Menschen nutzen jetzt schon geeigneten, an aktuelle Bedingungen angepassten Förderrahmen.

  • statt neuer Strukturen, die im Zweifel nur etwas andere, nicht aber mehr Kapitaldeckung brächten, schlägt aba Stärkung der bAV vor, konkret:

      • eigenständigen Zugang für alle Unternehmen zur reinen Beitragszusage ermöglichen.

      • rechtssicheren Rahmen für Zusagen mit Garantieniveau unter 100% schaffen.

      • bAV-Regeln generationengerecht machen.

      • längst überfällige Korrekturen der bestehenden bAV, v.a. im Steuer- und Sozialversicherungsrecht, vornehmen.

  • Nickas Fazit: bAV kann entscheidenden Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut leisten; künftige Regierung hat es in der Hand, Vorteile einer bAV noch weitaus mehr Menschen als heute zur Verfügung zu stellen und damit Altersarmut aktiv zu bekämpfen.

     

Ausführliche Berichterstattung zu der aba-Pensionskassen-Tagung folgt in Kürze auf LEITERbAV.

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Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

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