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Menschen to mention (CXVIII):

70 Jahre Praxis für Praxis

Heute auf PENSIONSINDUSTRIES erneut etwas Parkett-Bewegung: Ein französischer Asset Manager hat einen neuen, aber in der Branche altgedienten Deutschland-Chef engagiert, und zwei praxiserfahrene Fachmänner, die sich gut kennen, gründen einen neuen Consultant. Vorstandsmandate haben beide schon länger inne, und zwar mehr als nur eines.

Nur kurz nach der neulichen, zweiteiligen Personalmeldung auf PENSIONSINDUSTRIEShier und heute erneut Parkett-Bewegung:

Edmond de Rothschild AM: Kremer an Bord

Zum 7. Januar hat Edmond de Rothschild Asset Management Dominik Kremer zum Head of Distribution für Deutschland und Österreich sowie zum Leiter der Niederlassung in Frankfurt am Main ernannt.

In dieser Funktion wird Kremer das Vertriebsteam für Deutschland und Österreich leiten und die Vertriebsaktivitäten für institutionelle Kunden und Vertriebspartner durch lokale Initiativen weiter vorantreiben, wie es heißt. Kremer berichtet an Marie Jacot, Global Head of Distribution bei EdR AM.

Dominik Kremer, Edmond de Rothschild AM.

Kremer ist vom Fach: Mehr als 30 Jahre Erfahrung im Asset Management, insb. in den Bereichen Vertrieb und Business Development, bringt der in Manchester und der Universität Stellenbosch in Südafrika studierte Betriebswirt mit.

Kremer kommt von Haven Green Investment Management in Frankfurt, wo er seit Juni 2022 als Global Head of Sales fungierte. Frühere Stationen waren Unigestion in Genf und London, Columbia Threadneedle Investments in London und Frankfurt sowie Pioneer Investments in München, Mailand und London. Seine berufliche Laufbahn begann Kremer bei Fidelity.

Das 1953 gegründete, bis heute familiengeführte Mutterhaus Edmond de Rothschild ist auf Private Banking und Asset Management in den Bereichen Corporate Finance, Private Equity, Immobilien und Fondsdienstleistungen spezialisiert und meldete Ende Dezember 2024 AuM von ca. 185 Mrd. CHF.

msb consulting: Staniek und Birkel gründen

Bereits zum 1. September haben Miroslaw Staniek und Stefan Birkel die msb consulting GmbH mit Sitz in Grünwald bei München gegründet. Beide sind GGF und alleinige Eigentümer des neuen Unternehmens.

Stefan Birkel und Miroslaw Staniek, beide msb.

Die Gründer arbeiten seit über zwei Jahrzehnten in der bAV zusammen und haben in dieser Zeit bei zwei Beratungshäusern zahlreiche Projekte als eingespieltes Team umgesetzt. Zuletzt verantworteten Staniek und Birkel bei der Lurse zentrale Leitungsfunktionen: Staniek als Geschäftsführer und Leiter Consulting, Birkel als Leiter Legal und Geschäftsführer eines CTA-Gruppentreuhänders.

Beide dürften wissen, was sie tun. Sie haben zwar nicht wie Kremer über drei Jahrzehnte Erfahrung auf dem Parkett, aber immerhin über zwei: Staniek, Diplom-Mathematiker und Aktuar (DAV, IVS), arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit aktuariellen, risikoorientierten und strategischen Themen.

Birkel, promovierter Jurist mit ebenfalls über 20 Jahren Erfahrung in der bAV, ist spezialisiert auf Rechtsfragen regulierter Einrichtungen, Governance, Compliance und Kapitalanlagethemen.

Die neue msb consulting mit ihrer Kombi aus Mathe und Legal fokussiert sich auf regulierte Pensionskassen „mit besonderem Blick auf die Proportionalität kleiner und mittlerer Einrichtungen“, wie die Gründer gegenüber der PIRedaktion erklären. Demnach umfasst das Angebot Beratung in Governance, Risikomanagement und Aufsichtsanforderungen, die Übernahme von Schlüsselfunktionen (u.a. VMF und URCF), die operative Entlastung bei Dokumentation, Berichtswesen und Aufsichtsdialog, Unterstützung bei Dienstleisterauswahl und -steuerung, Fort- und Weiterbildung für Gremien und Fachbereiche sowie die Übernahme von Vorstandsmandaten nach individueller Abstimmung.

Apropos Vorstandsmandate: Nicht nur Geschäftsführer, sondern auch Vorstände sind die beiden Gründer schon länger. Parallel zur neuen Ausrichtung stellen sie gemeinsam nach wie vor den operativen Vorstand zweier regulierter Pensionskassen – der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG in Troisdorf und der Grün + Bilfinger Wohlfahrts- und Pensionskasse VVaG in Düsseldorf.

Diskriminierungsfreie Sprache auf LEITERbAV

LEITERbAV bemüht sich um diskriminierungsfreie Sprache (bspw. durch den grundsätzlichen Verzicht auf Anreden wie „Herr“ und „Frau“ auch in Interviews). Dies muss jedoch im Einklang stehen mit der pragmatischen Anforderung der Lesbarkeit als auch der Tradition der althergerbachten Sprache. Gegenwärtig zu beobachtende, oft auf Satzzeichen („Mitarbeiter:innen“) oder Partizipkonstrukionen („Mitarbeitende“) basierende Hilfskonstruktionen, die sämtlich nicht ausgereift erscheinen und dann meist auch nur teilweise durchgehalten werden („Arbeitgeber“), finden entsprechend auf LEITERbAV nicht statt. Grundsätzlich gilt, dass sich durch LEITERbAV alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen sollen und der generische Maskulin aus pragmatischen Gründen genutzt wird, aber als geschlechterübergreifend verstanden werden soll. Auch hier folgt LEITERbAV also seiner übergeordneten Maxime „Form follows Function“, unter der LEITERbAV sein Layout, aber bspw. auch seine Interpunktion oder seinen Schreibstil (insb. „Stakkato“) pflegt. Denn „Form follows Function“ heißt auf Deutsch: "hässlich, aber funktioniert".

Alle Bilder von Kassandra ab Februar 2025 sind KI-generiert.

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